Suche

Von Fremden und Freunden – Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen

Der aus dem Irak stammende Autor Junis Sultan setzt sich in "Glaubenskriege" mit seinem Lebensweg und seiner Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen auseinander.

Was sind die Kriterien zur Beurteilung von Menschen ‒ Menschen, die dunklere Hautpigmente haben, dunklere Augen, dunklere Haare? Die anders sind als wir, die Mehrheitsgesellschaft, die sich trotz (oder gerade wegen?) der gepriesenen Globalisierung immer mehr abkapselt? Klar ist, dass es Fremdenhass und farbig kodierten Rassismus nicht nur bei uns in Deutschland gibt. Es sind Begriffe, die bis in die aristotelische Antike reichen. Schwarz war schon immer eine „bösartige“ Farbe. Ein wenig verwundert mich, was Junis Sultan in seinem Buch „Glaubenskriege“, einer Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen, über seinen Aufenthalt in Kalifornien schreibt: Die USA seien ein Einwanderungsland (richtig). Dort habe man Respekt. Hautfarbe und Name spielten keine Rolle.

Das scheint mir trotz der dunklen Augen des Autors eine blauäugige Sicht der Dinge zu sein. Mag sein, dass es gerade während seines Aufenthalts und in seinem universitären kalifornischen Umfeld tolerant, offen und respektvoll zuging. Aber so, wie er für Deutschland die sozio-ökonomischen Verhältnisse von Immigranten ins Spiel bringt, so ist es in den Vereinigten Staaten nicht anders.

salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen. 

Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de

Dein kohero-Team

Hier anmelden!

 

Schlagwörter:
Kategorie & Format
Autorengruppe
Atakan: Zusammenarbeit ist essenziell

Atakan aus Berlin ist Erzieher und arbeitet mit Kindern in der Grundschulpädagogik. Was hat den 26-Jährigen auf diesen Berufsweg geführt?

Heimatverlust als Tabuthema?

Wie fühlt sich der Verlust der Heimat an? Und warum wird oft nicht darüber gesprochen? Ein Blick auf die Identität der Autorin als Kirgisin und als Deutsche, Einsamkeit und Regenwetter.

Ssega Albarak Ulutas: gegen Stereotype kämpfen

Ssega Albarak Ulutas, 22 Jahre alt, hat eine Leidenschaft für soziale Medien, Reisen und das Teilen neuer Erlebnisse mit Freunden. Sie ist entschlossen, ihre Erfahrungen als Person mit Migrationshintergrund für positive Veränderungen einzusetzen.

Peter Fröberg Idling – Pol Pots Lächeln

1978 berichtet eine schwedische Delegation begeistert aus Kambodscha. 28 Jahre später versucht Peter Fröberg Idling zu ergründen, wie sie damals das Leid der Bevölkerung übersehen konnten.

Kohero Magazin