Nach zehn Jahren in Deutschland besitzt Qossai einen Pass – und doch kein Zuhause? Während die Politik über die Abschiebungen von 80 % der Syrer*innen verhandelt, erzählt Qossai von einem Leben zwischen ständiger Beweispflicht und der Sehnsucht nach einfacher Verbundenheit.
Die Feier zum Jahrestag des syrischen Regimesturzes löste in Deutschland polarisierte Reaktionen aus. In den sozialen Medien brandmarkte eine Welle der Kritik diese Freude als Angriff auf die deutsche Identität – und untergräbt damit jene demokratischen Werte, die sie vorgeblich bewahren will
Rund 350 Syrer*innen kamen am 8. November in Bochum zum Jahrestreffen der Syrischen Gemeinde in Deutschland zusammen. Ziel des überparteilichen Netzwerks: die Kräfte der syrischen Diaspora bündeln, Frauen stärken und Brücken zwischen Deutschland und Syrien bauen.
Inmitten von Krieg, Unsicherheit und gesellschaftlichem Umbruch finden syrische Frauen neue Kraft – durch Selbstfürsorge, Gemeinschaft und Bildung. Die Organisation „Anty“ unterstützt sie dabei, sich selbst wieder wahrzunehmen und neue Hoffnung zu schöpfen.
Vorurteile bestimmen oft die Debatte über Flucht und Ankommen. Syrische Filmemacher*innen halten mit ihren Kurzfilmen dagegen: Sie zeigen, was Nachrichten oft nicht erfassen – persönliche Geschichten von Krieg, Identität und dem Leben in der Fremde.
Eine neue Studie zeigt, dass die syrische Diaspora in Deutschland mittlerweile mehr als nur eine Zufluchtsgemeinschaft ist. Sie ist aktiv und hat eine zunehmend vernetzte zivilgesellschaftliche Kraft – mit Wirkung sowohl in Deutschland als auch in Syrien.
Humanitäre Hilfe, politischer Dialog, gelebte Verantwortung: Die Syrische Gemeinde Deutschland ist die Stimme einer Generation mit zwei Heimaten – und baut Brücken zwischen Syrien und Deutschland.
Shady Zitoun hat sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut und die Firma BitKnz gegründet. Sein Ziel: Sichere, günstige und digitale Geldüberweisungen aus dem Ausland nach Syrien zu ermöglichen – mithilfe von Bitcoin und innovativer Technologie.
Wie kann Syrien nach dem Assad-Regime wiederaufgebaut werden? Welche Rolle spielt Deutschland dabei und was erwartet die syrische Community in Deutschland? Diese Fragen standen im Fokus einer spannenden Diskussionsrunde im Unperfekthaus Essen.
Aktivistin Alaa Muhrez ist vor zehn Jahren aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Sie spricht über ihre Erfahrungen als syrische Geflüchtete und die Herausforderungen verschleierter Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
Die QSD zeigt sich offen für den Zusammenschluss mit der neuen syrischen Armee, doch interne Spannungen, geopolitische Interessen und die Rolle externer Akteure erschweren den Weg zu einem stabilen und geeinten Syrien.