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Können wir gemeinsam „unser Land“ sagen?

Ich heiße Karam Kasem, bin 31 Jahre alt und komme aus Salamiyah, Syrien, wo auch heute noch Krieg herrscht. Ich habe einen Hochschulabschluss im Fach Tiermedizin in Al Baath Universität, Hama Syrien, absolviert. Danach habe ich vier Jahre als Dozent an der Hama Universität gearbeitet. In Deutschland möchte ich mein Zertifikat anerkennen lassen und als Tierarzt arbeiten. Dazu muss ich weiter lernen, um meine Approbation zu erhalten. Mein Ziel ist es, in Deutschland zu bleiben und meine Zukunft hier aufzubauen.

Foto von Tammam Kahil

Ich bin ein Teilnehmer im C1 Kurs bei der VHS Celle. Außerdem spreche ich fließend Englisch. Als Mitglied beim Sprachmittlerpool Celle, einem Projekt von Landkreis Celle & VHS Celle, engagiere ich mich speziell in der Begleitung von Flüchtlingen und Migranten bei Terminen mit Behörden, Ämtern oder Ärzten. Ich singe im Chor „Cantamus“ des Kirchenkreises Celle. Außerdem bin ich Oud-Spieler und Mitglied eines Ensembles von arabischen Musikern im Landkreis Celle.

„Wir wollten den deutschen Menschen für ihre Hilfe danken“

Am Freitag, den 22. September haben wir – eine Gruppe von jungen Flüchtlingen – eine Aktion gemacht, da am Sonntag den 24. September 2017 in Deutschland die Bundestagswahl stattgefunden hat. Wir wollten den deutschen Menschen für ihre Hilfe danken. Wir wollten für Demokratie und Menschenrechte werben, indem wir Blumen und Schokolade verschenkten. Für die Zukunft haben wir noch mehr Ideen und Aktionen, um die Integration in diese Gesellschaft zu unterstützen.

Meine Botschaft für die Einheimischen ist, dass wir in Deutschland zusammen leben können. Dankbar bin ich für die Willkommenspolitik in Deutschland. Ich habe hier viele Deutsche kennengelernt, die bereit waren, uns zu helfen, damit wir uns schnell in Deutschland orientieren können. Mein Wunsch ist es, dass meine Erfahrungen in Zukunft dazu beitragen, dass wir gemeinsam „unser Land“ sagen können.

„Ich möchte, dass wir gemeinsam „unser Land“ sagen können.“

Freundschaft bedeutet für mich das Leben, weil man ohne Freunde alleine wäre. Hier in Deutschland bringen Freundschaften mit Deutschen oder anderen Nationalitäten mein Leben zur vollen Entfaltung. Wir können beispielsweise an gesellschaftlichen Aktivitäten sowie an Theater, Kino oder Konzerten gemeinsam teilhaben. Auf diese Weise verstehen wir als Migranten die deutschen Traditionen und integrieren uns schnellstmöglich in die deutsche Gesellschaft.

Schlagwörter:
Gott hat das Leiden geschaffen, damit die Freude durch ihr Gegenteil zum Vorschein kommt; verlieren wir angesichts eines Problems…
Petra Urban ist aktiv in der Flüchtlingshilfe. In dem folgenden Beitrag erklärt sie, wie Teilhabe und Integration gelingen können….
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