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Vom Erhalt von Staatsangehörigkeiten und von solchen, die man nicht los wird

Persis ist Deutsche, Iranerin, Belgierin und vorallem Mensch. Ein persönlicher Bericht über die Bedeutung von Staatsangehörigkeiten.

Fotograf*in: Ryoji Iwata auf Unsplash

„Ich bin Deutsche.“ Ich sage das nüchtern, so wie ‚ich bin 25 Jahre‘ oder ‚ich bin 1,60m‘. Ich bin nicht damit geboren, es ist dazu gekommen, so wie die Jahre zu meiner Altersangabe oder die Zentimeter zu meiner Körpergröße. Wobei es kein passiver Vorgang war, ich habe den Prozess von ‚nicht vorhanden‘ zu Häkchen bei der Auswahlkategorie ‚deutsche Staatsangehörigkeit‘ selbst angestoßen.

Der Antrag

Der Antrag kostete mich 255 Euro + 10 Euro für die Beantragung meiner Geburtsurkunde + die Kopierkosten für Unterlagen wie Schulabschlusszeugnis und Bafög-Bescheid als Gehaltsnachweis. Da ich in Deutschland geboren und zur Schule gegangen bin, entfiel für mich der Einbürgerungs- und Sprachtest. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Einbürgerungstest ohne Vorbereitung bestanden hätte, aber der deutsche Staat hat Vertrauen in seine Schulbildung. Die auszufüllenden Formularseiten fand ich auch interessant. Wie bei einer Multiple-Choice Aufgabe galt es beispielsweise auszuwählen, ob ich einer rechts- oder linksradikalen, antisemitischen oder terroristischen Vereinigung angehöre oder aber keinem von allen.

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Persis liebt interkulturelle Orte und Menschen. Sie lebt in Berlin, schreibt Gedichte, Erzählungen, Briefe und ab und zu auch einen Artikel. Sie hat Nah- und Mitteloststudien in Marburg und Geschichte transkulturell in Erfurt studiert. Aktuell arbeitet sie bei der Vereinigung für Grundwerte und Völkerverständigung und nebenbei an der Bar im Prachtwerk in Neukölln. Persis ist in Deutschland, NRW geboren und hat iranisch-belgische Wurzeln.
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