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Integrationslehrerin – kein Job fürs Leben

Heterogene Lernergruppen, keine Festanstellung, ein geringes Honorar und kein Verdienst in Ferienzeiten. Klingt nicht gerade nach einem Traumjob. Integrationslehrerinnen und -lehrer arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Wir haben mit Marthe Hammer, einer ehemaligen Integrationslehrerin, darüber gesprochen, dass der Job trotzdem Freude machen kann, am Ende aber kaum den Lebensunterhalt sichert - und so auch das Lernen der Kursteilnehmenden erschwert wird.

FM: Marthe, du hast als Integrationslehrerin gearbeitet. Wie bist du dazu gekommen?

Marthe: Ich bin relativ spontan zu diesem Job gekommen, nachdem ich mein Germanistik-Studium abgeschlossen hatte und nicht genau wusste, wohin es gehen soll. Eigentlich wollte ich nie als Lehrerin arbeiten. Weil das Thema Flucht 2015 aber so präsent war, habe ich angefangen darüber nachzudenken, ob ich in diesem Bereich nicht doch unterrichten will. 2018 habe ich dann damit begonnen.

Zuvor musste ich aber eine Zulassung erwerben, die man braucht, wenn man die offiziellen BAMF-Kurse unterrichten will. Aufgrund meines Studiums dauerte das nur ungefähr drei Monate. Ich fand die Fortbildung sehr sinnvoll. Ich habe mich dann in den Job gewagt. Meine einzige Erfahrung war bis dahin ehrenamtlicher Sprachunterricht, in dem mir aber zurückgespiegelt wurde, dass ich Grammatik ganz gut erklären kann.

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