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Wir können gegen Vorurteile kämpfen

Diese Woche haben wir den 95. Geburtstag von meinem Vater gefeiert. Es gab ein großes Fest und neben der Familie kamen Nachbarn, Freunde und Bekannte. Seine Gäste waren überwiegend über 70 Jahre alt. Und wie immer, wenn viele Menschen zusammen treffen, kam das Thema Flüchtlinge zur Sprache.

Holocaust Mahnmal in Berlin Foto von Hussam Al Zaher

Ich war wieder einmal entsetzt, welche Meinung herrscht und wie viele Vorurteile sich in den Köpfen festgesetzt haben. Das ging von „Die machen alles kaputt!“ und „Die gehen nicht arbeiten und leben von unseren Steuergeldern!“ bis hin zu „Die nehmen unseren Deutschen Arbeit und Wohnungen weg!“ Auch wurde sich darüber aufgeregt, dass „die“ keine Gardinen vor den Fenstern hätten. Geld hätten „die“ doch genug, da sie ja Wohnung, Lebensunterhalt und sogar Fahrkarten für Bus und Bahn vom deutschen Staat finanziert bekämen und stets das teuerste Handy dabei hätten.

Erfahrungen weitergeben statt Vorurteile verbreiten

Ich habe erstmal klargestellt, dass Flüchtlinge lediglich die gleichen Leistungen wie jeder andere SGB II-Empfänger erhalten, keinesfalls aber kostenlose Tickets für Bus und Bahn, und dass das Handy die oftmals einzige Verbindung zur Familie in der Heimat ist. Und dann habe ich ein bisschen über meine beiden syrischen Brüder erzählt. Seit 19 Monaten verbindet mich mit ihnen eine Patenschaft.

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