Suche

Kultur der Liebe #6: Wertschätzung und Empathie

Si-Hao, 26, auch Didi genannt, erzählt von Dating in der Generation Tinder und ersten Erlebnissen, dem Einfluss von Pornografie auf Sexualität und Wertschätzung in Beziehungen.

Fotograf*in: Annalena Schubotz (Illustration)

Dating und Liebe – das kann sehr schön, aber auch sehr anstrengend sein. Schön, weil man auf einen Menschen treffen kann, der eine*n inspiriert, mit der man Nähe und Intimität austauschen kann. Anstrengend, weil wir in einer Gesellschaft leben, die immer schnelllebiger wird, mit sexistischen und rassistischen Stereotypen und Normen. Welche Erfahrungen machen Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung in Deutschland beim Daten und in der Liebe? 

Zwei Menschen treffen aufeinander und damit auch zwei (kulturelle) Identitäten mit unterschiedlichen Erwartungen, Sozialisierungen und Erfahrungen. Unterschiedliche Wünsche, Freiheiten und manchmal auch Sprachen. Dabei kann es zu Missverständnissen, Vorurteilen, neuen Einblicken und Gemeinsamkeiten kommen. 

salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen. 

Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de

Dein kohero-Team

Hier anmelden!

 

Schlagwörter:
Emma Bleck
Emma kommt aus Hamburg und hat dort “Kultur der Metropole” an der Hafencity Universität studiert. Seitdem ist sie kritische Alltagsforscherin und befasst sich mit machtkritischen Gesellschaftsanalysen. Sie liest gerne und interessiert sich für Sprachen, Feminismus und Migration. Nebenbei engagiert sie sich politisch.

Zum Abo: 

Mit deinem Abo können wir nicht nur neue Printausgaben produzieren, sondern auch unsere Podcasts und das Online-Magazin weiter kostenlos anbieten.

Wir machen Journalismus, der zugänglich für alle sein soll. Mit dem Rabattcode koherobedeutetZusammenhalt kannst du einzelne Ausgaben günstiger bestellen. 

Fluchtgeschichte: welche Rolle spielt sie bei der Bürgermeisterwahl?

Eines Morgens diese Woche öffne ich meine Twitter App und gucke, was es in den Nachrichten gibt, oder was  Elon Musk schreibt. Mit halb offenen Augen lese ich, was der Focus tweetet: “Mit 55,41 Prozent der Stimmen gewählt – Geflüchteter Syrer wird Bürgermeister in schwäbischem Dorf„.  Und plötzlich bin ich sehr wach. Ich will sofort wissen: Wer ist dieser neue Bürgermeister? Wann ist er geflüchtet? Welche Partei vertritt er? Eine Fluchtgeschichte wie viele andere Hier die Zusammenfassung: Ryyan Alshebl, 29 Jahre alt, kam 2015 als Geflüchteter nach Deutschland. Er kommt ursprünglich aus der südsyrischen Stadt Suwaida und lebt heute in Calw, Baden-Württemberg, wo er auch seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert hat. Er ist in einer drusischen Gemeinde aufgewachsen und sagt heute, er praktiziere keine Religion. Am 2. April wurde er als parteiunabhängiger Kandidat mit 55% der Wähler*innenstimmen in dem 2500-Einwohner*innen-Dorf Ostelsheim gewählt. Privat, so schreiben es mehrere Medien, ist er Mitglied der Grünen. salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen.  Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de Dein kohero-Team Hier anmelden!  

Weiterlesen …

Wie können wir diskutieren

Wir sind Geflüchtete, kommen aus unterschiedlichen Ländern, in denen es nur Diktatur gibt. Wir kommen aus Ländern, in denen es sehr viel Angst gibt. Wir dürfen nicht sagen, was wir denken und was wir glauben. Wir wollen in einem Land leben, in dem es Freiheit gibt. Freiheit ohne Angst. Aber wir haben keine Freiheit gefunden, obwohl wir in Deutschland leben, dem Land der Freiheit, weil wir Geflüchtete sind. Mit einem Flüchtlingsstatus können wir keine Freiheit haben. Wir dürfen keine Freiheit haben. Wir sollen mit den Deutschen einer Meinung sein, weil die Deutschen das Sagen haben und wir nur Flüchtlinge sind, nichts kennen. Manche behaupten, dass es in unseren Ländern keine Kultur gibt und wir kein Wissen haben. Aber sie kennen unsere Länder doch gar nicht. Ja, wir kommen aus Dritte-Welt-Ländern, aber wir sind nicht außerhalb der Welt. Aufgrund der Globalisierung können wir heute alle alles voneinander wissen, und beeinflussen uns gegenseitig- wie in einem Dorf. Außerdem hat unsere Kultur einen großen Einfluss weltweit, aber wegen unserer Diktatur sind unser Länder dritte Welt. Aber natürlich müssen wir eure Meinung respektieren – nur müssen wir sie nicht annehmen. Wir dürfen Deutschland, oder was in Deutschland passiert, nicht kritisieren, weil wir Geflüchtete sind. Als wir etwas in Deutschland kritisiert haben, haben einige Deutsche gesagt, warum habt ihr das gemacht, warum seid ihr nach Deutschland gekommen, wenn Euch Deutschland nicht gefällt. Ihr wollt euch nicht integrieren, ihr solltet in Eure Länder zurückgehen. Ihr wollt den Islam in Deutschland verbreiten, ihr habt keinen Respekt für die öffentliche Ordnung und so weiter. Wir, die Geflüchteten möchten freundschaftlich antworten: wir haben vielleicht eine unterschiedliche Meinung – aber wir können trotzdem alle Freunde sein. Wir, die Flüchtlinge haben nicht Deutschland kritisiert, sondern nur eine Sache in Deutschland, weil wir sie von einer anderen Seite gesehen haben, weil wir

Weiterlesen …
Killkommenskultur wieder an Berliner Bahnhof

Die Willkommenskultur lebt und verbindet uns!

Hat die Integration funktioniert?
Vielleicht habt ihr auch bei „Hart aber fair“ gesehen, was Gabor Steingart über die Geflüchteten aus der Ukrainer gesagt hat: „
Ja, es sind Christen“, und dass er sich deshalb vorstellen könnte, dass es „diesmal funktioniert“. Heißt das, beim letzten Mal hat es nicht funktioniert?

Weiterlesen …
Europaparlament in Straßburg

Seenotrettung und Europas Versagen

Nach dem Bootsunglück im Mittelmeer mit mindestens 79 Toten am 26. Februar (kohero berichtete) ist die Empörung in Europa weiterhin groß. Etwa in Kalabrien, wo das Unglück nur wenige Kilometer entfernt von der Küste geschah, gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße und forderten Aufklärung und Solidarität mit den Opfern. Zu recht fragen sie: Wie kann zugelassen werden, dass so viele Menschen sterben? Und wie will Europa sowas zukünftig verhindern? Das Schlimme an der Situation ist nicht nur, dass unzählige Menschen gestorben sind, sondern auch, dass ein Unglück dieses Ausmaßes wahrscheinlich hätte verhindert werden können. Die italienischen Behörden hätten von dem Boot gewusst, aber nichts unternommen. Doch das Auslassen von Hilfe reiht sich in die Linie der zuvor erlassenen Regelungen von Innenminister Matteo Piantedosi ein, die die Seenotrettung durch NGOs erschweren. salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen.  Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de Dein kohero-Team Hier anmelden!  

Weiterlesen …
Kategorie & Format
Emma Bleck
Emma kommt aus Hamburg und hat dort “Kultur der Metropole” an der Hafencity Universität studiert. Seitdem ist sie kritische Alltagsforscherin und befasst sich mit machtkritischen Gesellschaftsanalysen. Sie liest gerne und interessiert sich für Sprachen, Feminismus und Migration. Nebenbei engagiert sie sich politisch.
Kohero Magazin