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Willkommenskultur – Solidarität, medial konstruiert?

Dr. Tanja Evers ist Mitarbeiterin am Zentrum für Flucht und Migration der Katholischen Universität in Eichstätt. Sie ist Kommunikationswissenschaftlerin und forscht seit drei Jahren im Feld Medien und Migration – besonders zum Hintergrund, zur Gestalt und den Folgen medialer Berichterstattung zu Flucht. Mit Kohero hat sie über den medialen Umgang mit dem Narrativ der Willkommenskultur gesprochen und erklärt, welche Rolle dabei Politik und Bevölkerung spielen.

Fotograf*in: privat

Mit den Worten „Wir schaffen das“ prägte Altkanzlerin Angela Merkel die deutsche Willkommenskultur. Ein Narrativ, das nicht unumstritten inmitten des Diskurses um Flucht und Migration steht. Wie schön ist es, in einem Land zu leben, dessen Gesellschaft sich spätestens seit diesem Jahr eines auf die Fahne schreiben kann: Deutschland heißt alle Menschen Willkommen. Das ist schließlich in unserer Kultur verankert, oder nicht?

Selbst während der starken Fluchtmigration 2015 fand Altkanzlerin und Krisenmanagerin Angela Merkel dafür bezeichnende Worte: „Wir schaffen das.“ Und schon ein Jahrzehnt zuvor meißelte die ehemalige PDS (heute Linke) den Begriff „Willkommenskultur“ in die deutsche Identität. Geschliffen wurde er im gleichen Jahr von Berlins damaligem Innensenator Erhart Körting (SPD): „Es werden nicht alle bleiben können.“ Wie willkommen sind Geflüchtete in einer Willkommenskultur also wirklich?

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Autorengruppe
Chiara Bachels
Chiara hat Mehrsprachige Kommunikation in Köln und Aix-en-Provence studiert. Ihre Interessen Kunst und Kultur teilt sie am liebsten in Wort und Schrift: „Toleranz und Sensibilität für andere Kulturen rücken im Zusammenleben viel zu oft in den Hintergrund. Kohero bietet den Raum für eine Auseinandersetzung damit“
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