Sibirische Teigtaschen Pelmeni

Ich muss gestehen: Ich liebe Sibirische Pelmeni. Ich liebe sie nicht nur für ihren Geschmack, sondern auch wegen der Geselligkeit – man macht sie immer mit der Familie oder Freunden – und wegen der Kindheitserinnerungen. In Pelmeni steckt jede Menge Heimat!

Pelmeni sind kleine, runde, mit Fleischfarce gefüllte Teigtaschen. So ähnlich wie Ravioli in Italien. Ich vermute, beides kam ursprünglich auf verschiedenen Wegen aus China: mit Marco Polo nach Venedig und über die Seidenstraße nach Sibirien. Angeblich bedeutet das Wort „Pelmen’“ in einer sibirischen Sprache „Ohr aus Brot“. Das kann sein, da Pelmeni tatsächlich wie kleine niedliche Ohren aussehen und es macht Spaß, sie aus Teig zu formen. Heute erzähle ich euch, wie das geht.

Für den Nudelteig braucht ihr:

1 Ei
400 g Mehl
150 ml Wasser

3 Esslöffel Öl
1 Teelöffel Salz

Das Ei in eine Rührschüssel schlagen und gut mit dem Öl verquirlen. Etwa 100 ml Wasser und 150 g Mehl dazugeben und zu einem glatten, dünnflüssigen Vorteig verrühren. Das Salz hinzugeben und nach und nach den Rest Mehl und Wasser unterrühren, bis ein gleichmäßiger fester Teig entsteht. Diesen dann per Hand oder mit einem Rührgerät kneten, bis der Teig glatt ist und nicht mehr klebt.

Die Füllung

Für die Fleischfarce nehme ich am liebsten Rind oder Pute, sehr fein gehackte Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Wer es etwas fettiger mag, nehme Rind- und Schweinehack gemischt. Im Osten nimmt man gerne Lamm dafür, im Norden sogar Elchfleisch.

Die Farce gut durchmengen, mit ein wenig heißem Wasser auflockern, weiter mischen, kurz ruhen lassen.

Den Teig mit etwas Mehl dünn ausrollen, mithilfe eines Wasserglases runde, ca. 5 cm breite Plätzchen ausstechen. Jedes Plätzchen mit einem Teelöffel Fleischfarce füllen, zuklappen, die Ränder sachte zusammendrücken, dann beide Enden zusammenführen und andrücken. Fertig ist das kleine Nudelohr! Bitte nicht zu voll mit Farce füllen, sonst platzen Pelmeni beim Kochen.

Als Kinder haben wir immer zum Schluss einen Glückspelmen gemacht und statt Farce ein Stück Brot oder Möhre genommen. (Auf keinen Fall Münzen, Knöpfe o. ä. reinstecken, das bringt Ärger.)

Jiao Zi, chinesische Teigtaschen

Kochen

Das Wasser zum Kochen bringen, Pelmeni vorsichtig ins Wasser gleiten lassen, umrühren, 5 Minuten kochen, bis alle auf der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen. Mit einem Klecks Schmand oder Saurer Sahne servieren.

Klar, man kann auch körnigen Frischkäse, Tofu, Pilze, Beeren oder Kartoffeln als Füllung nehmen. Dann bitte eine andere Teigtaschenform wählen und sie Wareniki, Maultaschen, Dim Sum, Tortellini, Manti, Buusy oder Ravioli nennen.

Viel Vergnügen beim (Aus)probieren, eure Genia L.

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Essen
Genia ist freie Künstlerin und für Bilder und Illustrationen bei kohero verantwortlich. "Ich liebe meine [...]

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