Was steckt hinter Media-Residents?

Mein Name ist Bastian Koch. Ich bin selbstständiger Berater und Social Media Dozent sowie Geschäftsführer der keksbox GbR, einer Marketingagentur aus Berlin. Zusammen mit anderen Kommunikationsprofis habe ich im Jahr 2016 das WelcomeCamp ins Leben gerufen – ein Barcamp für Willkommenskultur.

von media-residents.de Foto: Viola Fehn
Fotograf: Viola Fehn

Über diesen Weg bin ich gemeinsam mit meinem Kollegen John Brüggemann auch mit dem Verein Gesicht Zeigen! ins Gespräch gekommen, als sie Verstärkung für das Projekt Media Residents gesucht haben. Als freie Mitarbeiter sind wir vor allem für die Kommunikation und die Projektleitung des Netzwerkes zuständig. Das beinhaltet sowohl die Öffentlichkeitsarbeit als auch die Produktion eigener Medieninhalte. Die Arbeit ist für uns die logische Folge aus zehn Jahren Agenturbusiness. Wir hoffen, so vielen Geflüchteten wie möglich zu helfen, hier in Deutschland anzukommen.
In einem Kurzinterview erzählt uns Bastian Koch von Media-Residents.

astian Koch, Foto von John Bürggemann.
astian Koch, Foto von John Bürggemann.

 

Media-Residents – Geflüchteten eine vernehmbare Stimme geben

Media Residents ist ein sehr junges Projekt von Gesicht Zeigen! für ein weltoffenes Deutschland e.V. aus Berlin. Als Netzwerk für Menschen mit Publikationshintergrund richten wir uns seit Oktober 2017 unter anderem an geflüchtete Medienmacher, die als Blogger, Youtuber und Journalisten in Deutschland Fuß fassen möchten. Hierfür stellen wir einen Coworking Space, Laptops und Technik zur Produktion von Medieninhalten zur Verfügung. Außerdem veranstalten wir Workshops sowie Networking-Events und veröffentlichen auf unseren Kanälen eigene und kuratierte Inhalte zu den Themen Flüchtlingshilfe und Integration.

Was steckt hinter der Idee?

Die Idee wird zurzeit vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz finanziert. Es geht darum, Geflüchteten eine vernehmbare Stimme zu geben. Also die bunte Gesellschaft nicht nur als Thema, sondern auch als Absender in den klassischen Medien weiter zu etablieren. Ein wichtiger Punkt ist hierbei der Umgang mit Hate Speech in den sozialen Netzwerken, was unter anderem Bestandteil unserer Weiterbildungsangebote ist.

Was machen Sie bei diesem Projekt?

Ich gehöre zu einem aktuell fünfköpfigen Team an unserem Standort. Neben der Betreuung des Coworking Spaces und dem kostenfreien Verleih unserer Technik macht die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Social Media und Kooperationen mit klassischen Medien sowie engagierten Initiativen einen Großteil unserer Arbeit aus. Aktuell sind wir außerdem dabei, eine professionelle und unterhaltsame Webshow fertigzustellen, die unter dem Titel „Kein schöner Amt“ ab Januar auf unserem Youtube-Kanal zu sehen sein wird.

Welche Erfolge haben Sie?

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer an unseren Workshop-Angeboten oder im Coworking Space ist ein Erfolg. Ebenso alle Texte, alle Videos, alle Podcasts, die hier entstehen. Besonders freuen wir uns, dass Medienmacher aus unterschiedlichen Nationen und Kulturkreisen trotz bestehender Sprachbarrieren erfolgreich zusammenarbeiten. So zählen Menschen aus Aserbaidschan, dem Iran, dem Irak, aus Syrien und Afghanistan zu unserem Netzwerk, die zusammen mit Deutschen, Engländern und Ungarn Inhalte erstellen. Die Youtube-Show „Auf 1 Mate mit Omid“ ist so zu einer echten Multi-Kulti-Produktion geworden – und jede Woche kommt eine neue Folge dazu.

Welche Schwierigkeiten haben Sie?

Da wir sehr jung sind und eine sehr spitze Zielgruppe ansprechen, ist die Bekanntmachung unserer Angebote eine große Herausforderung. Doch wir arbeiten mit verschiedenen Medien sowie Initiativen zusammen und stellen das Projekt nicht nur online, sondern – wo es geht – auch offline vor.
Das Feedback, welches wir erhalten, ist durchweg positiv. Aus diesem Grund hoffen wir, dass das Projekt Media Residents auch über den ursprünglichen Projektzeitraum bis März 2018 hinaus geht. Wir haben jeden Tag neue, tolle Ideen, die es umzusetzen gilt. Wir arbeiten daran, das Konzept Media Residents auch in anderen deutschen Städten zu etablieren – Hamburg würde sich doch anbieten ;).

Pressemitteilung & Fotos:

Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“
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Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“

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