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In Fluchtbegriffe blicken

Im Zuge der Diskussion um Asylgewährung bei ökonomischen Fluchtursachen tauchen häufig Begriffe auf, die schnell von bestimmten politischen Gruppen erdacht und von den Medien in die Welt hinausgetragen werden – mit teils dramatischen Folgen. Doch verraten diese Worte oft auch eine versteckte Wahrheit. Till Geginat mit einem Kommentar.

Fotograf*in: Roger Bradshaw on Unsplash

Nehmen wir an, ein junger Mann aus dem Kosovo flieht nach Deutschland. Normalerweise wird dann in Erfahrung gebracht, warum er geflüchtet ist oder wovor. Das dient formal der Prüfung, ob und wie derjenige in einem Asylverfahren behandelt werden soll. Allerdings bietet es auch bestimmten gesellschaftlichen und politischen Akteuren die Möglichkeit, das Bild von unerwünschten Migrant*innen zu zeichnen.

Neben diffamierenden Bezeichnungen, die vor allem rassistische Ressentiments bedienen, taucht aber auch ein Wort auf, das sich auf den ersten Blick problemlos zu den anderen gesellen könnte. Die Rede ist vom „Wirtschaftsflüchtling“. Liberale, Sozialdemokrat*innen, Konservative und Rechte haben dieses Schlagwort gleichermaßen benutzt. Es scheint ein gewisser Konsens darüber zu bestehen, sobald Menschen aus scheinbar rein ökonomischen Gründen in ein anderes Land flüchten. Aber was ist eigentlich so verwerflich daran?

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Kultur der Arbeit

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