Jüdisches Leben zum HÖREN & SEHEN

Was weißt du eigentlich über jüdisches Leben? Wie glaubst du, sieht der Alltag von Jüd*innen aus? Obwohl die jüdische Kultur seit über anderthalb Jahrtausenden ein prägender Bestandteil unserer Gesellschaft ist, haben viele gar keine oder nur wenige Berührungspunkte mit dem Judentum. In unserer dreiteiligen Reihe “Jüdisches Leben zum Folgen, Lesen und Hören & Sehen” wollen wir dir einfache und teils unterhaltsame Möglichkeiten zeigen, wie du die Vielfalt des jüdischen Lebens kennenlernen und in deinen Alltag integrieren kannst.

In Teil 3 gibts für dich Tipps zum HÖREN und SEHEN: Podcasts oder Serien, die jüdische Perspektiven darstellen.

Podcast: Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights

Einblicke ins jüdisches Leben in der Hansestadt Hamburg? Das bietet dir der Podcast Jüdisch in Hamburg, der als Kooperation zwischen der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule und der Hamburger Volkshochschule durchgeführt wird. Für “Inspirationen und Insights” werden jüdische Menschen interviewt, “die etwas bewegen wollen”. Geplant sind sechs Folgen, die monatlich erscheinen. Die ersten Folgen sind bereits veröffentlicht. Im ersten Beitrag wird Mascha, Initiatorin von Meet a Jew, interviewt. Sie erzählt von ihren Beweggründen zu diesem Projekt und was sie sich von Teilnehmenden wünscht. Hier geht’s zum Podcast.

 

Podcastfolge von Realitäter*innen

Jüdische queere Identitäten? Oder auch ganz aktuell: Antisemitische Verbindungen zu Verschwörungstheorien? Diese Themen werden in einer Folge des Podcasts Realitäter*innen besprochen. In der Episode mit dem Titel Warum Deutschland bis heute ein Antisemitismusproblem hat, spricht das HipHop DJ-Duo Hoe_mies mit Mirna Funk und Leo Schapiro. Hier geht’s zur Folge, die im Januar 2021 erschien ist.

 

Podcast: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Hast du schon mitbekommen, dass wir in diesem Jahr  1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiern ? Zu diesem Anlass gibt es bundesweit eine Reihe verschiedener Veranstaltungen. In dem offiziellen wöchentlichen Podcasts #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland sprechen die Moderator*innen Shelly Kupferberg, Mirna Funk und Miron Tenenberg abwechselnd mit Gäst*innen über jüdische Perspektiven in allen gesellschaftlichen Bereichen. Ziel des Podcasts ist es über persönliche Erfahrungen der Gesprächsteilnehmer*innen, die Diversität jüdischen Lebens sichtbar zu machen. Zu hören hier auf der offiziellen Website des Festjahres oder auf Spotify und Deezer. Weitere Informationen zum Festjahr gibt’s auch auf hier auf Instagram.

 

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Serie: Unorthodox

Wie sieht das Leben von Familien in ultraorthodoxen Gemeinschaften aus? Die Netflix-Serie Unorthodox erzählt die Geschichte von Esty, die vor ihrer ultraorthodoxen jüdischen Glaubensgemeinschaft aus Williamsburg, New York City, nach Berlin flieht. In der Serie entdeckt sie nach und nach ihre eigene Identität und einen selbstbestimmten Weg in ihre Zukunft.

Die Verfilmung beruht auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Feldman, die in dem autobiographischen Roman ihre eigenen Erlebnisse verarbeitet. Das Buch und die Serie sind von Kritiker*innen und Publikum hoch gelobt. Die Serie findest du hier auf Netflix.

 

WDR: Freitagnacht Jews mit Daniel Donskoy

Freitagnacht Jews ist die erste jüdische Late Night Show Deutschlands. Dabei spricht Schauspieler Daniel Donskay mit seinen Gäst*innen über das Jüdischsein und Integration – auf provokante Art und Weise, aber mit Humor. Die dreißigminütige Sendung wurde frisch im WDR-Programm aufgenommen und läuft seit zwei Wochen um 23.30 Uhr am Freitag – zum jüdischen Shabbat – im Fernsehen. Zudem findest du die Episoden entweder hier auf dem Youtube-Kanal vom WDR oder hier in der ARD Mediathek.

 

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Doku: Jung, jüdisch, weiblich – Die selbstbewusste Generation

Die dreißigminütige Dokumentation bietet dir Einblicke in die Lebensrealitäten von drei jüdischen Frauen in Deutschland. Sowohl orthodoxe als auch liberale Lebensvorstellungen prägen dabei gegenwärtige jüdische Kultur. Der Film zeigt, wie vielfältig die Protagonistinnen ihren Glauben und Traditionen leben. Ein verbindendes Element der drei unterschiedlichen Frauen: der Wunsch, besser verstanden zu werden und die Befürchtung, dass die gesellschaftlichen Anfeindungen eher zu als abnehmen. Die Doku findest du bei der ARD hier.

 

Online-Sonderausstellung zu Jüdischem Leben in Rheinland-Pfalz

Anschauliches Wissen über jüdisches Leben? Das gibt’s jetzt auch digital! „Lebenswege“, das Online-Migrationsmuseum der Landesregierung Rheinland-Pfalz, widmet jüdischem Leben eine Sonderausstellung. Dabei sind verschiedene Schwerpunkte gesetzt. So gibt es einen historischen Überblick und Videoberichte von Frauen über ihr Jüdischsein heutzutage. Zudem wird das Thema des zunehmenden Antisemitismus in Deutschland aufgegriffen.

 

Du möchtest noch mehr über das jüdische Leben in Deutschland erfahren? Dann entdecke hier in Teil 1 spannenden Lesestoff und hier in Teil 2 interessante Instagram-Accounts, den du folgen kannst.

 

Luisa hat Kultur der Metropole in Hamburg studiert und beschäftigt sich gern mit politischen Themen, v.a. im Kontext feministischer Diskurse. Bei kohero ist sie seit Januar 2021 und möchte sich hier für einen Dialog zwischen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen einsetzen.
Anna hat American Studies und Französisch in Mainz, Dijon und Sherbrooke (Québec) studiert. Sie liebt es zu reisen und neue Kulturen zu entdecken. Neben ihrem großen Interesse für interkulturelle Themen, begleitet sie schon immer eine Leidenschaft fürs Schreiben. „Es ist mein Wunsch, gesellschaftlich und kulturell relevante Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und die Geschichten von Menschen sichtbar zu machen, die wirklich etwas zu erzählen haben.“
Beruflich wie privat haben es Diane Wörter angetan. Doch nicht nur beim Schreiben und Lesen geht ihr Herz auf, sondern auch beim Lindy Hop. Wenn sie nicht tanzt, trifft man sich in Museen, Kinos oder auf Konzerten. Bei kohero setzet sie ihr Können im Social-Media-Bereich ein. „Für mich ist kohero eine spannende Möglichkeit mich für etwas Gutes einzusetzen und das zu tun, was ich eh gerne mach: kreativ arbeiten, schreiben und Menschen kennenlernen.“
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Luisa hat Kultur der Metropole in Hamburg studiert und beschäftigt sich gern mit politischen Themen, v.a. im Kontext feministischer Diskurse. Bei kohero ist sie seit Januar 2021 und möchte sich hier für einen Dialog zwischen Menschen mit den verschiedensten Hintergründen einsetzen.
Anna hat American Studies und Französisch in Mainz, Dijon und Sherbrooke (Québec) studiert. Sie liebt es zu reisen und neue Kulturen zu entdecken. Neben ihrem großen Interesse für interkulturelle Themen, begleitet sie schon immer eine Leidenschaft fürs Schreiben. „Es ist mein Wunsch, gesellschaftlich und kulturell relevante Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und die Geschichten von Menschen sichtbar zu machen, die wirklich etwas zu erzählen haben.“
Beruflich wie privat haben es Diane Wörter angetan. Doch nicht nur beim Schreiben und Lesen geht ihr Herz auf, sondern auch beim Lindy Hop. Wenn sie nicht tanzt, trifft man sich in Museen, Kinos oder auf Konzerten. Bei kohero setzet sie ihr Können im Social-Media-Bereich ein. „Für mich ist kohero eine spannende Möglichkeit mich für etwas Gutes einzusetzen und das zu tun, was ich eh gerne mach: kreativ arbeiten, schreiben und Menschen kennenlernen.“

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2 Antworten

  1. „Unorthodox“ ist eine absolut schlechte, platte, hohle, oberflächliche Serie, die ganz klar Klischees und Stereotype verbreitet und dafür auch heftig kritisiert wurde – z. B. hier:

    https://www.google.com/amp/s/forward.com/life/442798/i-left-the-satmar-hasidic-community-unorthodox-is-a-grossly-inaccurate/%3fgamp

    Dass ihr diese fragwürdige Serie unkritisch anpreist, wirft kein gutes Licht auf euch. Warum empfehlt ihr nicht „Shtisel“ – eine Serie aus Israel, die wirklich menschlich, sensibel, einfühlsam, glaubwürdig und authentisch ist?

  2. Neuer Versuch

    „Unorthodox“ ist eine absolut schlechte, platte, hohle, oberflächliche Serie, die ganz klar Klischees und Stereotype verbreitet und dafür auch heftig kritisiert wurde – z. B. hier:

    https://www.google.com/amp/s/forward.com/life/442798/i-left-the-satmar-hasidic-community-unorthodox-is-a-grossly-inaccurate/%3fgamp

    Dass ihr diese fragwürdige Serie unkritisch anpreist, wirft kein gutes Licht auf euch. Warum empfehlt ihr nicht „Shtisel“ – eine Serie aus Israel, die wirklich menschlich, sensibel, einfühlsam, glaubwürdig und authentisch ist?

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