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Beziehung auf Vorbehalt – Liebe, Dublin und Tattoos

Wir alle kennen die Aufregung, wenn wir unsere neue Partnerin oder den neuen Partner der Familie vorstellen. Für unsere Autorin Nina war sie besonders groß, denn ihr Freund floh aus Syrien und anfängliche Berührungsängste machten es nicht leichter. Hier erzählt sie ganz offen über ihre Beziehung zu Aras.

Nina und Aras sind glücklich, auch wenn die Beziehung nicht immer einfach ist. Foto: Nina Spranger

Wir lernten uns im Februar 2017 in einer Facebook-Gruppe für tätowierte Singles kennen. Was Dates anging, war ich allerdings ein wenig scheu und es vergingen ein paar Wochen, bis wir uns das erste Mal trafen. Dieses Treffen war dann aber besonders. Wir schrieben an diesem Tag und er berichtete mir, dass es ihm nicht gut ginge – sein Asylantrag wurde zum wiederholten Male abgelehnt und ihm drohe eine Abschiebung. Er floh 2014 aus Syrien und landete zuerst in Spanien, weshalb er ein Fall für die Dublin 02-Verordnung ist. Ich weiß nicht genau wieso, vielleicht war es meine fürsorgliche Ader und linksliberale Einstellung, aber ich wollte ihn an diesem Tag kennenlernen und ihm in dieser schwierigen Zeit beistehen.

Also vereinbarten wir ein spontanes Treffen. Er holte mich vom Bahnhof ab und wir gingen ganz romantisch essen – bei McDonald’s. Er sprach bereits gutes verständliches Deutsch, sodass wir uns leicht unterhalten konnten. Sowieso ist er ein absoluter Musterflüchtling: Er befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in seiner Berufsausbildung, hatte eine eigene Wohnung und ein Auto. In dieser Woche haben wir uns täglich getroffen und schnell kamen Gefühle dazu. Dann wurde es ernst: Wir kamen zusammen.

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