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Migration und Armut – ein Überblick

In Deutschland sind immer mehr Menschen armutsgefährdet. Besonders hoch ist der Anteil der Betroffenen unter den Migrant*innen und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigekit. Doch warum ist das so? Welche Erfahrungen machen Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte mit Armut und wie betreffen sie die aktuelle Inflation, die Corona-Pandemie und die steigenden Energiepreise?

Fotograf: Nick Fewings on Unsplash

60 %

Eine Person gilt nach der EU-Definition als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.

Absolut

Absolute Armut beschreibt den Mangel an elementaren Gütern wie Nahrung, Kleidung etc.

16,6 %

Immer mehr Menschen sind in Deutschland von Armut betroffen: 16,6 % (13,8 Mio. Menschen). Das ist die höchste Quote seit 15 Jahren.

74,5 %

Besonders hoch ist die Armutsgefährdung bei Personen, die selbst oder deren Eltern aus Syrien (74,5 %), Irak (66,5 %), Afghanistan (63,8 %) oder Pakistan (54,3 %) stammen (2019). Bei EU-Bürger*innen liegt die Quote bei 17,8 %.

1.1251 €

2021 war der Schwellenwert (die 60 % des Durchschnittseinkommens) für eine alleinlebende Person in Deutschland 15.009 € netto/Jahr (1.251 €/Monat). Durch die Corona-Pandemie und die Inflation wird sich dieser Wert für das aktuelle Jahr ändern.

Relativ

Armut wird in Relation zur restlichen Gesellschaft gemessen, insbesondere in Bezug auf industrialisierte, reiche Staaten. In Deutschland sprechen wir häufig über relative Armut, die aber auch in absolute Armut übergehen kann, wenn Grundbedürfnisse nicht gedeckt werden.

28,1 und 35,3 %

Bei Menschen mit Migrationshintergrund liegt die Armutsgefährdungsquote bei 28,1 %, bei Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft bei 35,3 %.

Klassismus

Migration und Armut hängen stark zusammen, auch weil Klassismus und Rassismus eng ineinander greifen. Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder der sozialen und ökonomischen Position, darunter kann auch Ausbeutung von arbeitenden Menschen fallen.

Mehr zu unserem Fokusthema Migration und Armut erfahrt ihr in der aktuellen Folge vom multivitamin-Podcast.

Weitere Details zu den Statistiken zur Armutsbetroffenheit gibt es auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

Sarah Zaheer
Sarah leitet bei kohero die Podcast-Redaktion. Sie ist im Podcast „Multivitamin“ und gemeinsam mit ihrer Schwester Maya bei „curry on!“ zu hören. Sie kommt aus Berlin, lebt aber schon seit einigen Jahren in Hamburg und studiert hier Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Nebenbei arbeitet sie als freie Journalistin für die taz Nord. „Ich finde es sehr wichtig, dass beim kohero Magazin Menschen zu Wort kommen, die in der Medienlandschaft sonst leider strukturell unterrepräsentiert sind. Ich möchte dazu beizutragen, diese Perspektiven sichtbar zu machen!“
Natalia ist in den Bereichen (Mode-)Journalismus und Medienkommunikation ausgebildet und hat einen Bachelor in Management und Kommunikation. Derzeit studiert sie Digitalen Journalismus im Master. Besonders gerne schreibt sie über (und mit!) Menschen, erzählt deren Lebensgeschichten und kommentiert gesellschaftliche Themen. Sie leitet die Redaktion und das Schreibtandem von kohero. „Ich arbeite bei kohero, weil ich es wichtig finde, dass die Geschichten von Geflüchteten erzählt werden – für mehr Toleranz und ein Miteinander auf Augenhöhe.“     (Bild: Tim Hoppe, HMS)

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