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Mama, Papa und ich

Heute ist der erste Advent in Deutschland. In der Ukraine feiern wir am 7.1. Weihnachten. Zum ersten Mal werde ich dieses Fest gemeinsam mit meinen Eltern, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind, gemeinsam in Deutschland feiern. Über das Leben mit meinen Eltern und die lange Geschichte vom „Besuchen“.

Fotograf*in: Renate Wichers

Wenn man hier in Deutschland wie ich Waldorflehrerin ist, passen die zwei Feiertage – das deutsche und das ukrainische Weihnachtsfest – nicht zusammen, denn hier beginnt dann schon wieder die Schule. Seit vielen Jahren habe ich mich letztes Weihnachten zum ersten Mal krank gemeldet und bin länger in meiner Heimat bei meinen Eltern geblieben, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Mich ließ dieses starke Gefühl, das sich irgendwas verändern wird, nicht los. Es war wie eine Vorahnung.

Und obwohl meine Eltern hier in Deutschland vor dem Krieg sicher sind, also alles in Ordnung ist, habe ich ein starkes Gefühl von Sehnsucht. Das Haus meiner Eltern steht noch, meine Eltern sind hier. Aber ich finde keinen Ort zum Trauern, denn alles ist anders geworden. Ich kann nicht weinen, aber kann andere Menschen unterstützen, ihre Geschichten zu erzählen.
Es ist Februar 2022 und die Welt verändert sich. Der Krieg beginnt und bringt eine Welle von Frauen mit ihren Kindern, Rentnern und Rentnerinnen nach Deutschland und die Welt, darunter auch meine Eltern: Valentyna und Semen Marushko. Doch wer fehlt, sind die Väter, Brüder und Söhne. Auch mein Bruder Sergej fehlt.

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