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Gleichnis über verlorene Religion

Welche Rolle spielt Religion im Leben? Autorin Consuelo betrachtet in dieser Ausgabe ihrer Kolumne „Nicht hier nicht dort“ die Themen Glaube, Kultur und Medien.

Fotograf*in: Deb Dowd auf unsplash

Als meine Eltern 1995 aus Santiago de Chile nach Berlin emigrierten, stieß meine Mamá auf eine signifikante Überraschung. Sie begegnete zum ersten Mal in ihrem Leben einer Muslima. Damals dachte sie noch, das Kopftuch stamme aus der Verbindung zu Gottes Mutter Maria. Jedoch stellte sie im Nachhinein fest, dass die vielen Frauen mit Kopftuch in Moabit einer anderen Religion angehörten: dem Islam. Nun war die religiöse Unschuld verloren, und das richtige Chaos konnte beginnen.

Das Leben meiner Eltern war durch die militärische Diktatur Pinochets geprägt. Ihr Zufluchtsort war die Kirche, deren Erziehung in meiner Kindheit auch bei mir noch Früchte trug. Obwohl ich in der multikulturellen Stadt Berlin aufgewachsen bin, bewahrten mich meine Eltern in ihrer Blase: Jedes Mahl wurde mit einem Padre Nuestro begleitet, jede Nacht wurde ein Ave María gebetet und jeden Sonntag ist man zur Iglesia gegangen.

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Consuelo Larrañaga ist gebürtige Berlinerin und studiert zur Zeit Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Udk Berlin. Ihre Leitthemen sind kulturelle Sensibilität, Zugehörigkeit sowie auch Repräsentation. Als ausgebildete Designerin und visuelle Künstlerin nimmt sie ihre Umwelt mit detailreicher Beobachtung und Reflexion auf.
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