Computerspiel gegen Zensur -"Uncensored Library“

Foto: Giammarco Boscaro on Unsplash

In der Flut schlechter Corona-Nachrichten gibt es auch gute und  interessante Neuigkeiten: „Reporter ohne Grenzen“  haben ein neues Projekt gegen die Zensur etabliert.

Am 12. März war der Welttag gegen Zensur im Internet. Aus diesem Anlass veröffentlichten „Reporter ohne Grenzen“ die Uncensored Library.

Computerspiel als Schlupfloch

Die Uncensored Library nutzt das Computerspiel Minecraft als Schlupfloch. Auf diese Weise stellt sie zensierte Texte von Journalistinnen und Journalisten in deren Heimatländern in einer virtuellen Bibliothek aus. Weltweit spielen Millionen von Menschen dieses Spiel im Internet.

Deshalb können sie so in Ländern wie Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam die Texte in ihrer Heimatsprache und auf Englisch in den Büchern der virtuellen Bibliothek lesen.

Viele autokratische Staaten sperren unabhängige Nachrichtenportale und Onlinezeitungen. Aber das Computerspiel Minecraft ist fast immer frei zugänglich. Damit man Artikel, die vorher zensiert waren, über Minecraft lesen kann, brauchen die Nutzer*innen nur einen Internetzugang zu Minecraft.

Uncensored Library

Die Berliner Werbeagentur DDB hatte die Idee für die „Uncensored Library“. Drei Monate lang  bauten Experten an der virtuellen Bibliothek. Jetzt können alle 145 Millionen Menschen, die jeden Monat „Minecraft“ spielen, sie nutzen.

Bereits 2019 hatten „Reporter ohne Grenzen“ eine Uncensored Playlist geschaffen: Sie verstecken politisch brisante Nachrichten in Songtexten, um sie in Ländern mit Pressezensur verbreiten zu können.

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Demokratie
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