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Berbere – eine exotische Gewürzpaste aus Äthiopien

Dies ist ein Rezept für eine Gewürzpaste aus Äthiopien, Berbere. Es ist aus dem Kochbuch der seit zehn Jahren in Äthiopien lebenden Sara Abyssinia, die aus ihrem Hobby des Kochens eine große Leidenschaft entwickelte und die Küche dieses ostafrikanischen Staates entdeckte.

Fotograf: Eugenia Loginova

Diese Zutaten braucht ihr für ca. 1 Glas (200ml) der Gewürzpaste:

6 Chilischoten
1 TL frischer Ingwer
1 TL gemahlener Kardamom
½ TL gemahlener Koriander
2 EL Zwiebeln
1 EL Knoblauch
2 EL Salz
3 EL Wasser

Abbildung des Buch-Titels: „Eine kulinarische Reise durch Äthiopien“ von Sara Abyssinia

Und so kocht ihre euch mit dieser Gewürzpaste nach Äthiopien:

Die Chilischoten, Zwiebeln und den Ingwer sehr fein hacken, und den Knoblauch zerdrücken. Anschließend bei geringer Hitze für ca. 1 Minute Chilischoten, Kardamom, Ingwer und Koriander rösten. Nun alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer Paste verarbeiten. 1 EL Salz in eine Pfanne geben und kurz anrösten. Nach und nach in kleinen Mengen erst etwas Wasser dazugeben und schließlich die gesamte Paste. Das Ganze unter ständigem Rühren bei geringer Hitze ca. 15 Minuten köcheln. Die Paste in ein sauberes, verschließbares Glas füllen und auf Zimmertemperatur abkühlen. Etwas Öl über die Paste im Glas geben, damit diese nicht austrocknet.

Im Kühlschrank ist dieses Berbere bis zu 4 Wochen haltbar.
Berbere schmeckt sehr gut zu Fleischgerichten, auf dem traditionellen Brot Injera und zu Gemüse – aber Vorsicht, diese Gewürzpaste ist sehr scharf!

Allgemeines zur äthiopischen Küche:

Im nordöstlichen Horn von Afrika liegt das älteste noch bestehende Land der Welt: Äthiopien. Stark geprägt von Einflüssen aus dem Nahen Osten und dem Zusammenleben zahlreicher ethnischer Bevölkerungsgruppen weist dieses Land eine gewaltige Geschichte, Kultur und auch Esskultur auf. Sowohl christliche, jüdische als auch muslimische Bräuche finden sich im Einklang in Äthiopien.

Inmitten von schützenden Gebirgen, weiten Seen und der hohen Lage über dem Meeresspiegel sind kaum äußere Einflüsse bei der äthiopischen Küche spürbar.
Ihre Gerichte und die verwendeten Gewürze unterscheiden sich daher deutlich von der restlichen afrikanischen Küche – nur hier trifft man auf einmalige Gerichte, kombiniert mit exotischen Gewürzen.

Traditionell wird in Äthiopien das Injera gegessen, ein weiches gesäuertes Fladenbrot, das aus Teffmehl hergestellt wird. Teff (Zwerghirse) ist die wichtigste Getreideart in Äthiopien, es ist glutenfrei und reich an essentiellen Fettsäuren. Daher ist es nahrhaft, gesund und sehr bekömmlich.

Da Äthiopien ein Binnenland ist, gibt es kaum frischen Fisch oder Meerestiere in der Küche. Nur in Regionen mit Seen kann man Spezialitäten mit Bunt- oder Flußbarsch finden. Bei Fleischgerichten wird aus religiösen Gründen (die Mehrheit der Bevölkerung ist christlich-orthodox und muslimisch) auf Schweinefleisch verzichtet. Lamm oder Rind sind beliebt, aufgrund der vielen Fastentage (200 Tage fleischlos!) gibt es aber auch sehr wohlschmeckende Alternativen. Zum Würzen wird u.a. Berbere verwendet.

Äthiopien ist aber auch für seinen sehr guten Kaffee bekannt. Es gibt wunderbare Kaffeezeremonien!

In diesem Land isst man nie allein. Ist der Tisch gedeckt, genießt man die Speisen gemeinsam. Das gemeinsame Essen ist dort Tradition und dient als tägliche soziale Betätigung, es fördert die Kommunikation und stärkt das familiäre und freundschaftliche Bündnis.

Quelle: Abyssinia, Sara: Eine kulinarische Reise durch Äthiopien. Taschenbuch. Ersterscheinung 2018. Selbstverlag.
Andere Kulturen und Menschen haben Angelika schon immer interessiert. Sie ist viel gereist und hat im Ausland gelebt. Als Rechtsanwältin ist sie auf Asyl- und Ausländerrecht spezialisiert. 2017 hat sie das Flüchtling-Magazin mit gegründet und ist seitdem für die Finanzierung und alle rechtlichen Aspekte zuständig. Bei kohero beantwortet sie die rechtlichen Fragen aus unserer Community. „kohero ist ein großartiges Medium für Geflüchtete und für Deutsche, um sich besser kennen zu lernen und die jeweils andere Kultur zu verstehen.“
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