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Zuhause auf dem Papier 5: Die Gnade & Rhythmus

Seit Maryam 2015 nach Deutschland gekommen ist, sucht sie nach ihrer Identität, nach Stabilität, nach einer dauerhaften Heimat. Auf der Suche hat sie viel verloren und viel erreicht. Durch das Schreiben hat Maryam auf dem Papier ein Zuhause gefunden. Dort fühlt sie sich wohl und kann sein, wer sie ist.

Fotograf*in: Amad Hamed (Illustration)

Die Gnade
Wie ein Betrunkener, der ein Bewusstsein hat
In mir existieren Existenzen.  Taub und blind, nicht fähig, sich zu bewegen
Die Dürre hat sich in mir festgesetzt
Die Nächte reflektieren nur Licht
Ich quäle die Gehirne, die Seelen
Die Wunde des Körpers wird eines Tages heilen
Die Wunde der Seele verbindet sich aber mit der Ewigkeit
Der Tod ist keine Strafe
Der Tod ist eine Gnade
Sünder werden mit dem Leben bestraft
Das wurde mir klar, als das Baby im Mutterleib war
Es wollte unter keinem Vorwand auf diese Welt kommen
weil es unschuldig war
Und ging
Und starb

 

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