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Zugehörigkeiten – Fußball, Fans, Migration

Zugehörigkeiten sind nichts Starres, sondern ein Prozess, auch im Fußball. Unsere Autorin beschäftigt sich mit der Bedeutung von Fußball in und für Europa. Dafür ist sie nach Wien gezogen.

Photo by José Roberto Coccorese on Unsplash

Für meine Doktorarbeit bin ich 2012 nach Wien gezogen und habe dort in dem europäischen Forschungsprojekt „FREE“ gearbeitet. Witzige Akronyme sind wichtig in solchen Projekten, denn Wissenschaftler*innen wollen damit bei all ihrer Ernsthaftigkeit auch ihren Humor beweisen. FREE steht für „Football Research in an Enlarged Europe“ und damit ging es um die Bedeutung von Fußball in Europa und um die Bedeutung von Fußball für Europa. Europa – und das war eins der schönsten Dinge im Projekt – meinte hier mal ausnahmsweise nicht nur die EU. Das Projekt hatte ein sehr viel größeres und offeneres Verständnis davon, was Europa meinen kann und wer bei den verschiedenen Bedeutungen ein- oder ausgeschlossen wird. Mein Thema in diesem Projekt lautete „Migration und Fans in Europa“.

Fußball in Wien

In Wien gehört die größte Anhänger*innenschaft von Fußballclubs, die nicht in Österreich angesiedelt sind, zu kroatischen, serbischen und türkischen Vereinen. Mein Fokus fiel recht bald auf Fans der großen Istanbuler Clubs Fenerbahçe und Galatasaray, da ich unter ihnen als erstes Interviewpartner*innen fand und die Clubs spannende Kontrahenten in einer Stadt sind. Merchandise der beiden Clubs ist an vielen Orten in Wien sichtbar und gehört zum Stadtbild. Ganz klassisch ethnografisch habe ich die Fans für eineinhalb Jahre in ihrem Alltag in Wien begleitet und interviewt.  Und manche auch für einen Sommer in Istanbul.

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