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Zeit für Märchen

Seit Kriegsbeginn sind viele Kinder aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Wie auch in der Ukraine, aufgeteilt nach Westen und Osten, sprechen sie Ukrainisch oder Russisch. Für sie wollte ich Märchen erzählen.

Fotograf*in: Marushka

Unser Land, die Sowjetunion, bestand aus 15 Republiken, die alle die gleichen Rechte hatten. Dort wohnten verschiedenen Völker: Russ*innen, Ukrainer*inne, Belaruss*innen, Usbek*innen, Kasach*innen, Georgier*innen, Litauer*innen und viele mehr. Bukwar, mein erstes Buch. Und das Buch vieler Kinder, die in der Sowjetunion groß geworden sind. Mit diesem Buch, meins war auf Ukrainisch, habe ich Lesen gelernt. Wir sind mit den gleichen Märchen aufgewachsen. Für westlichere Familien war es wie ein rotes Tuch. Ganz unbekannt. Meine Oma hat Märchen erzählt, aber jetzt verstehe ich, dass es nicht die Märchen der Brüder Grimm waren. Es waren Kriegsmärchen. In ihren Geschichten brannte es, sie musste wegrennen.

 

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Yuliia (Marushka) studierte Journalismus und Waldorfpädagogik (sowohl in der Ukraine als auch in Deutschland). Das Lebensziel, eine Waldorfschule in ihrer Heimatstadt zu gründen, führte Marushka 2012 nach Deutschland und sie konnte diesen erfolgreich 2020 erfüllen. In der Ukraine war sie zuvor als Radiomoderatorin tätig. Die Maidan Revolution führte sie zum Aktivismus, den sie durch Kunst ausführt. In Hamburg ist sie nun als freie Künstlerin, Autorin und Märchenerzählerin (Mäuschen Marushka) unterwegs.  „Die Frage: ‚Bist du geflüchtet?‘ hat mich persönlich mitgenommen. Deshalb arbeite ich bei kohero. Es ist an der Zeit, ukrainische Stimmen wahrzunehmen.“
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