Wie sportlich ist kohero?

Nur fit im Kopf oder auch körperlich? Im Rahmen unseres Fokusthemas "Sport" haben wir eine kleine interne Umfrage gemacht und die Online-Redaktion zu ihrer Sportlichkeit befragt.  

Unsere Redaktion beschäftigt sich gerade mit
Fotograf: John Arano on Unsplash

Sportliche Betätigung ist nicht nur gut für unseren Körper, sondern befreit den Geist und wirkt sich positiv auf das Gehirn aus. In unserer Printausgabe „In Bewegung“ konntet ihr bereits lesen, wie sportlich unsere Community ist. Der Großteil macht zwar Sport, entscheidet sich im Zweifel aber für Team Couchpotato. Für das Online-Magazin haben wir im Rahmen unseres Themenschwerpunktes nun auch nach der Sportlichkeit der kohero-Redaktion gefragt.

 

Klar ist, die Redaktionsmitglieder halten ihre Gehirne auf Trab und sind definitiv sportlich aktiv. Doch besonders die mit der Pandemie einhergehenden Lockdowns haben uns in einigen sportlichen Aktivitäten eingeschränkt. Interessant ist der Umgang damit und welche Auswirkungen es auf das sportliche Verhalten unserer Redaktionsmitglieder erfahren hat.

 

 

Wie wichtig ist Dir sportliche Betätigung und was bedeutet Sport für Dich?

 

Claudi: Sport ist super wichtig für mich. Ich brauche das als Ausgleich, vor allem zum Büro-Job / Homeoffice während der Pandemie. Durch Sport bekomme ich den Kopf frei, bin gerne draußen an der frischen Lust. Außerdem hilft mir Sport bei meinen Rückenproblemen. Je mehr Bewegung desto besser. Und ich mache Sport gerne mit anderen zusammen

 

Emma B.: Sport bedeutet für mich einen Weg zu haben meine Energie rauszulassen, mich abzulenken als auch neue Energie zu schöpfen.

 

Marion: Nicht sehr wichtig, es ist kein großer Aspekt in meinem Alltag.

 

Natalia: Für mich ist Sport ein Ausgleich. In meinem beruflichen Alltag sitze ich viel und versuche, mit Bewegung meinem Körper etwas Gutes zu tun.

 

Rachel: Sport ist mir sehr wichtig und gehört für mich zu jedem Tag dazu. Das kann aber auch mal „nur“ ein langer Spaziergang oder eine kurze Yoga-Session am Abend sein. Früher habe ich Sport gemacht, um eine gute Figur zu bekommen und zu halten, heute steht das im Hintergrund.
Essenziell ist, dass ich mich beim Sport wohlfühle und mir etwas Gutes tue.

 

Mouska: Bewegung ist wichtig für die Gesundheit, das habe ich selbst zu spüren bekommen, als mir klar wurde, dass ich keine stabile Rückenmuskulatur habe und die Folgen jetzt spüre. Ich habe Sport immer mit Diäten verbunden und unabhängig davon hilft mir Sport sehr gut, den Kopf frei zu kriegen, das merke ich immer nach der sportlichen Auslastung.

 

Claudi
Claudi

Welche Sportart/-en machst Du und magst Du und wieso? Bist Du in einem Verein/ Nimmst Du regelmäßig an Wettkämpfen teil?

 

Claudi: Meine zwei absoluten Lieblingssportarten sind a.) Radfahren. Ich fahre viel Rennrad (vor allem an den Wochenenden) und bin auch im Urlaub mit dem Rad unterwegs (1-2 Wochen). Außerdem mache ich Indoor Climbing. Das ist total cool, weil es einen nicht nur körperlich sondern auch mental fordert und man es eigentlich nur mit einem Partner zusammen machen kann, der einen sichert. Ich bin Mitglied im Deutschen Alpenverein (DAV) und klettere in deren Halle in Lokstedt. Ich nehme aber an keinen Wettkämpfen teil.

 

Emma B.: Ich mach Ving Tsun, eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung, in der es keine Wettkämpfe gibt.

 

Marion: Ich mag schwimmen, und im Sommer Stand-Up-Paddling, da kann ich richtig abschalten
und vergesse alle Alltagssorgen, wenn ich so ruhig über das Wasser gleite. Ich bin jedoch
keine Wintersportlerin. Früher kletterte ich, dabei konnte ich auch jeden Stress richtig
loslassen und mich nur auf den nächsten Handgriff fokussieren.

 

Natalia: Ich habe bis Anfang 2020 getanzt – Ballett und Contemporary. Tanzen begleitet mich, seit ich drei bin, aber immer mal mit Unterbrechungen. Damit einhergehend habe ich auch Pilates gemacht. Früher, einige Jahre bevor ich nach Hamburg gezogen bin, habe ich auch Hip-Hop getanzt. Mit meiner Gruppe war ich damals bei Deutschen oder Bundesliga-Meisterschaften. Am Tanzen mag ich, dass ich in dem Moment alles vergessen kann, es existiert nur die Musik und die Bewegung. In den letzten Monaten habe ich das Bouldern für mich entdeckt, was ich gemeinsam mit Freund*innen mache.

 

Rachel: Ich bin über den Unisport bei einem Badminton-Verein, gehe alle zwei bis drei Tage joggen und rolle ab und zu meine Yogamatte aus. Bei allen drei Sportarten kann ich das viele am Schreibtisch Sitzen ausgleichen, Yoga tut meinem Rücken einfach so gut und gibt mir ein gutes Körpergefühl. Früher war ich in einem Reitverein und habe an Turnieren teilgenommen, das habe ich irgendwann vor dem Abi leider aufgegeben, wobei ich heute auch lieber „nur“ Reiten und mich um ein Pferd kümmern würde, statt das Ganze als Wettkampf anzugehen. Ein paar Male habe ich an Wettläufen teilgenommen, beispielsweise am „Lauf gegen Rechts“ vom FC St. Pauli. Dabei stand jedoch eindeutig der Spaß am gemeinsamen Laufen an erster Stelle.

 

Mouska: Im jungen Alter habe ich 4 Jahre Leistungsturnen gemacht. Das war nichts Professionelles mit Wettkämpfen, dafür waren wir zu schlecht als Turnergruppe. Ich frage mich bis heute, ob ich einen Flic-Flac hinbekommen habe oder ob es sich nur so angefühlt hat. Zurzeit muss ich Rücken-Reha-Kurse machen und ich hätte nicht gedacht, dass die Bewegungen einen so ins Schwitzen bringen. Hin und wieder gehe ich gerne ins Fitnessstudio oder mache dort bei Aerobic- oder Tanzkursen mit.

 

Rachel
Rachel

 

Machst Du Outdoor-Aktivitäten? Und wenn ja: Wie viel Zeit nimmst Du dir gezielt dafür?

 

Claudi: Outdoor – ja jedes Wochenende auf dem Fahrrad unterwegs. Ich gehe auch gerne wandern (Harburger Berge – Alpen im Urlaub etc.)

 

Emma B.: Ich fahre viel Fahrrad aber nicht um Sport zu treiben, sondern einfach, weil es mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel ist. Zu Beginn der Corona Pandemie habe ich zweimal wöchentlich mit einer Freundin draußen Work Out und Boxübungen gemacht.

 

Marion: Manchmal laufe ich, wandere ich. Selten nehme ich mir gezielt Zeit dafür, und wenn, dann eher im Frühling/Sommer.

 

Natalia: Ich versuche, regelmäßig lange Spaziergänge zu machen. Das mache ich aber je nach Laune und zeitlichen Kapazitäten.

 

Rachel: Wenn damit Spaziergänge und Laufrunden gemeint sind, eigentlich täglich 30 – 60 Minuten. Wandern gehe ich auch sehr gerne, das reduziert sich auf zweimal pro Jahr bei meiner Familie in Baden-Württemberg.

 

Mouska: Ich fahre sehr gerne mit dem Fahrrad Erledigungen machen und gehe regelmäßig mindestens 30-minütige Spaziergänge machen. Ich versuche die Spaziergänge mit Terminen zu kombinieren.

 

Marion
Marion

 

Hat sich durch die Corona-Pandemie Dein sportliches Verhalten verändert? Und wenn ja inwiefern?

 

Claudi: Ja, definitiv. Ich bin viel mehr draußen und habe zu Beginn der Pandemie mit dem Rennradfahren begonnen. Viele Indoor-Aktivitäten gingen ja nicht mehr, dann hat sich das nach draußen verlagert. Und ich habe das so beibehalten (Pandemie dauert ja auch leider noch an). Generell habe ich es wirklich schätzen gelernt viel draußen zu sein während der Pandemie, hab die Natur nochmal mit anderen Augen gesehen. Und ich habe auch viel von Norddeutschland kennen gelernt durch Wanderungen & Radtouren. Ich glaube ohne die Pandemie wäre ich nicht so viel draußen gewesen.

 

Emma: Ja, ich habe zuerst angefangen mehr zu Hause zu machen. Bei späteren Lockdowns bin ich dann fauler geworden und habe gar nichts mehr zu Hause gemacht, das lag aber auch an den ungünstigeren Wetterbedingungen.

 

Marion: Am Anfang der Pandemie, wo ich viel zu Hause war, machte ich Sport zu Hause:
Gymnastik, Aerobic, Fitness, oftmals mit Videotutorials. Und ich ging regelmäßig laufen.
Das hat sich in diesem Jahr wieder etwas ausgeschlichen.

 

Natalia: Durch die Pandemie konnte ich nicht mehr zu meinen Tanz- und Fitness-Kursen gehen. Home-Workouts machen mir einfach keinen Spaß und in meinem WG-Zimmer habe ich auch nicht viel Platz. Ich habe also nach Alternativen gesucht und seit Boulderhallen wieder offen haben, war ich ein paar Mal bouldern. Ansonsten habe ich habe mich der Spaziergangs-Kultur angeschlossen, wenn man das zählen möchte.

 

Rachel: Vor der Pandemie habe ich regelmäßig an Kursen in Fitness- oder Yogastudios teilgenommen, darauf verzichte ich seit Pandemiebeginn leider. Dafür hat sich mein Laufpensum erhöht, weil das vor allem im Winterlockdown 2020/21 mein festes Ritual war, um aus dem Haus zu kommen.

 

Mouska: Ja, ich bin faul geworden, was meine körperliche Fitness angeht, aber durch die Lockdown-Phase gehe ich länger spazieren.

Mouska
Mouska ist 30 Jahre alt und in Kabul geboren. Sie studiert Jura an der Universität Hannover.

Dir gefällt die Geschichte? Unterstütze das Magazin

Engagement ist unbezahlbar, aber ohne Geld geht es nicht. Damit wir weiter unabhängig arbeiten können, brauchen wir finanzielle Mittel. Mit deinem Beitrag machst du kohero möglich. Spende jetzt!

Schreiben für ein Miteinander.

Wir freuen uns auf dich. Komm ins Team und werde ein Teil von kohero. Die Möglichkeiten der Mitarbeit sind vielfältig. Willkommen bei uns!

Kategorie & Format
Autorengruppe
Autorengruppe
Mouska
Mouska ist 30 Jahre alt und in Kabul geboren. Sie studiert Jura an der Universität Hannover.

Newsletter

Was gibt’s Neues im multikulturellen Deutschland? 

Dein kohero-Newsletter mit exklusiven Stories, Events & Tipps.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du willst unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen?

Über Paypal kannst du ganz einfach einen beliebigen Betrag spenden.

Du möchtest eine Frage stellen?

Du möchtest uns untersützen?

Du möchtest Teil des Teams werden?

Du möchtest einen Artikel schreiben?

Kohero Magazin