Suche

Toleranz – Einbahnstraße oder Wegbereiterin einer sich ändernden Welt?

40 Jahre liegen zwischen den beiden essayistischen Beiträgen zum Thema Toleranz, die hier in Auszügen nebeneinander gestellt werden und das eigene Nachdenken anregen. Dabei zeigt sich: Umgang und Erfahrungen mit Toleranz offenbaren ganz verschiedene Facetten - und sind keinesfalls gleichbedeutend mit Respekt und Akzeptanz. Worum also geht es wirklich, wenn wir von Toleranz sprechen?

Der Autor des Welt-Artikels aus dem Jahr 2015, Eliyah Havemann, wurde in Ost-Berlin geboren. Er wuchs in Hamburg und im Elsass auf. Zwei aufgeschlossene, tolerante Gesellschaften hat er hier wie dort kennengelernt. Heute lebt er in Israel und arbeitet in der IT-Branche. Als Konvertit und orthodoxer Jude. Eliyah will nicht als Jude in Deutschland toleriert, sondern als Mensch, als ein Individuum akzeptiert, bestenfalls geschätzt werden.

„Akzeptanz ist keine Einbahnstraße wie die Toleranz“

Er sagt: „Mein religiöses Verhalten kann man gern beknackt finden und dann gnädig tolerieren, aber mich als religiöse Person und Mensch bitte nicht. Meine Religion sollte nicht Teil der gesellschaftlichen Norm sein, gemeinsam Essen und ins Kino gehen eher. Es ist eine schwere Aufgabe der Politik, diese Normen zu finden. Das Grundgesetz ist dabei die Grundlage, die wichtigste existierende Normsammlung in Deutschland.

salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen. 

Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de

Dein kohero-Team

Hier anmelden!

 

Schlagwörter:

Zum Abo: 

Mit deinem Abo können wir nicht nur neue Printausgaben produzieren, sondern auch unsere Podcasts und das Online-Magazin weiter kostenlos anbieten.

Wir machen Journalismus, der zugänglich für alle sein soll. Mit dem Rabattcode koherobedeutetZusammenhalt kannst du einzelne Ausgaben günstiger bestellen. 

Artikel 19 – Der Rechtsweg steht jedem offen

Die Willkür des Staates soll durch das Grundgesetz vermieden werden. Dank Artikel 19 haben „normale“ Bürger*innen die Möglichkeit, gegen den Staat vorzugehen – eine der wichtigsten Grundlagen des Rechtsstaats, wie Angelika Willigerod-Bauer und Jalal Amin aus Syrien finden.

Weiterlesen …

Kommunikation weltweit

Sprachen sind wichtig für die Kommunikation der Menschen untereinander. Roman Meyer kommt aus der Schweiz, lebt aber in Ruanda. Er hat sich Gedanken gemacht, was passieren würde, würden die Menschen eine einheitliche Sprache sprechen.

Weiterlesen …

Flüchtling oder Fachkraft – wie komme ich endlich an?

Mitglieder der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft diskutierten im Juni über das Thema „Vom Flüchtling zur Fachkraft“. Schließlich gehen in den nächsten Jahren ca. 200.000 Fachkräfte in Rente. Nach aktuellen Schätzungen werden lediglich 140.000 Nachwuchskräfte nachrücken. Eine Möglichkeit, diese Lücke zu verringern ist eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen. Wie das genau passieren kann und welche Herausforderungen es gibt, wurde in der Expertenrunde diskutiert.

Weiterlesen …

Kein Platz für Rassismus: Flüchtlinge engagieren sich

Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus! Das ist die Botschaft, die drei Männer aus Syrien mit einer Mahnwache in Celle öffentlich verdeutlichen wollten. Hier berichtet einer von ihnen, der Journalist Tammam Kahil, was das Anliegen und die Themen ihrer Aktionen sind.

Weiterlesen …
Kategorie & Format
Autorengruppe
Leonardo De Araujo
Leonardo De Araújo, geboren in Rio de Janeiro, Brasilien lebt seit etwas mehr als 30 Jahren in Deutschland, vorwiegend in Hamburg. Nach einigen Berufsjahren in Werbeagenturen hat er 35 Jahre in der Fernsehproduktion gearbeitet. Nebenbei hat er sich auch als Drehbuchautor und Fotograf beschäftigt – und für das Flüchtling-Magazin, heute kohero, geschrieben.
Kohero Magazin