Die Palästina-Proteste in Deutschland sind zu Katalysatoren repressiver Maßnahmen geworden. Der Friedensforscher Jannis Julien Grimm erklärt, welche Folgen das für Demokratie, Freiheit und wissenschaftliche Autonomie hat und wie Selbstzensur sowie Einschüchterung ihn und seine Kolleg*innen betreffen
Mouska Malek ist 1990 in Kabul geboren, als die damalige afghanische Regierung gerade gefallen war. Sie selber wuchs im friedlichen Deutschland auf, hat aber dennoch viel Kontakt zu ihrer Verwandtschaft in Afghanistan. Dadurch erfährt sie aus erster Hand Dinge, über die die Medien nicht berichten.
Pshtiwan Qadir und Almut haben sich über das Projekt Schreibtandem des Kohero-Magazins kennen gelernt.
Ihr imponiert, wie gebildet er ist. Da er viel liest und als Journalist gern schreibt, ergänzen sie sich gut mit ganz ähnlichen Interessen.
Dickson Oarhe war in Nigeria ein bekannter Journalist. Durch sein politisches Engagement und seinen Kampf gegen Korruption hatte er jedoch bald viele Feinde und musste fliehen. Was ihn in allem bis heute antreibt, ist der Glaube an einen möglichen Frieden zwischen den Menschen.
Erinnerungen sind nicht immer schön. Manchmal verursachen sie Alpträume. Rosa Abdullah hatte einen Onkel, der wie ein Vater für sie war. Eines Tages verschwand er - vermutlich in einem syrischen Gefängnis.
Ghoufran Qadi sehnt sich im Museum für Islamische Kunst zurück nach Aleppo. Sie fragt sich aber auch, ob die Menschen jemals aus der Geschichte lernen. Denn was die verschiedenen Kulturen vereint, ist die Erfahrung des Krieges. In ihrer Gegenwart oder ihrer Vergangenheit.
Es sind die Erinnerungen an die Heimat und die Erfahrungen in Deutschland, die viele Geflüchtete und Migranten verbinden, sagt Samaa Hijazi. Ihr Text ist der Erste unserer Reihe "Frieden zwischen Hier und Dort", die im Rahmen des gleichnamigen Schreibworkshops für geflüchtete Frauen enstand.
Kefah Ali Deeb lebt in Berlin und schreibt seit 2015 eine Kolumne für die taz. Das Schreiben half ihr dabei, in Deutschland anzukommen. Der Titel der Kolumne "Hier und dort" steht für das Leben in der neuen Umgebung und die Erinnerung an Syrien.
Heela Nadschibullah (geb. 1977) ist in Afghanistan aufgewachsen. Seit vielen Jahren lebt sie in Europa, hat in der Schweiz studiert und gilt inzwischen als eine international anerkannte Friedensforscherin. Heute arbeitet sie für eine Hilfsorganisation mit Migranten in Ungarn.
Ich lebe auf der Flucht, seit ich denken kann. Ich habe die Flucht von meinen Eltern geerbt. Sie fürchteten in unserem Heimatland um ihr Leben. Sie flohen.