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Tabu oder die Angst vor dem Unbekannten?

Unseren Autoren Leonardo De Araújo beschäftigt die Frage: Wann sind Tabus das Ergebnis aus der Angst vor dem Unbekannten und wann können sie womöglich auch positive Unterschiede zwischen Kulturen hervorheben, die das Miteinander bereichern? Das größte Tabu-Thema für viele Menschen ist leider eine HIV-Erkrankung – insbesondere für Geflüchtete. Angst vor Abschiebung und gesellschaftliche Konventionen aus den Herkunftsländern sind hierbei wesentliche Faktoren. Doch letztlich kann es auch ungeschriebene Gesetze in Kulturen geben, die Tabus in einem helleren Licht zeigen ...

Tabu. Bild von Eugenia Loginova

Kann ein Tabu auch die Angst vor etwas Unbekanntem sein? Arash ist ein junger Mann aus Afghanistan. Wie viele anderen ist er allein nach Europa gekommen. Seine Familie hat sehr viel Geld für seine Überfahrt bezahlt. Jetzt ist er in Deutschland und versucht, sich so schnell wie möglich anzupassen, die Sprache zu lernen und sich eine neue Perspektive im Leben aufzubauen. Davon wird auch seine Familie profitieren, wenn er einen Job bekommt und Geld nach Hause schicken kann.

Aber zuerst muss er ein Problem lösen. Es ist etwas, worüber er in seiner Heimat niemals sprechen würde, auch nicht mit den Eltern. Durch eine Routineuntersuchung in der Erstaufnahme bekam er die erschreckende Diagnose: HIV. Diese drei Buchstaben könnten das Aus für seine Pläne bedeuten. Er wird mit Sicherheit abgeschoben. Die Deutschen wollen sicher keine kranken Leute bei sich haben, egal wo und warum sie herkommen.

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Erzwungene Privatisierungen, drastische Kürzungen staatlicher Leistungen, unfähige Entscheidungsträger. Ein Blick auf die in die Armut getriebene Bevölkerung nährt Zweifel…
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Autorengruppe
Leonardo De Araujo
Leonardo De Araújo, geboren in Rio de Janeiro, Brasilien lebt seit etwas mehr als 30 Jahren in Deutschland, vorwiegend in Hamburg. Nach einigen Berufsjahren in Werbeagenturen hat er 35 Jahre in der Fernsehproduktion gearbeitet. Nebenbei hat er sich auch als Drehbuchautor und Fotograf beschäftigt – und für das Flüchtling-Magazin, heute kohero, geschrieben.
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