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Ich kann nicht nach Syrien zurück

Zuerst bin ich in den Libanon gegangen, wo mein Onkel gewohnt hat. Ich bin zusammen mit meiner Mutter fast ein Jahr lang dort geblieben. Viele meiner Freunde in Deutschland meinten: „Komm her, du kannst ins Krankenhaus gehen und behandelt werden.

“ Deshalb bin ich in die Türkei geflogen, dann mit dem Boot nach Griechenland gefahren und durch Mazedonien, Serbien und andere Länder mit Bus und Bahn gefahren, bis ich Deutschland erreicht habe. Ich war allein. Ich musste nicht rennen oder über Zäune klettern. Ich habe in jedem Land einfach auf meine Abschiebepapiere gewartet, dann durfte ich weiterreisen. In Serbien musste ich zwölf Stunden warten, in der gleichen Position mit meinem Rucksack auf dem Rücken, darauf, dass dieses Papier ausgestellt wird. Als ich aus Serbien ausgereist bin, waren meine Beine dick und angeschwollen, ich konnte nicht mehr laufen.

Die Ärzte helfen mir nicht

In Deutschland wurde ich in einem Heim in Zschopau untergebracht. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt seelisch gebrochen gefühlt. Ich bin immerzu aufgewacht und war in einer ganz schlechten Gemütsverfassung. Ich hatte auch Probleme mit dem Essen. Das meiste Essen ist zu reichhaltig für mich. Ich kann nur Reis und Gemüse essen. Achtzehn Tage nach meiner Ankunft dort wurde ich zu einem Arzt gebracht. Ich habe ihm meine Geschichte und meine Situation berichtet. Er meinte, er hätte keine Therapie für mich und kein Arzt auf der Welt wäre in der Lage, mich zu behandeln. Er meinte, ich müsse mit meinem Zustand leben. Das war sehr schwierig für mich. Ich habe mir gewünscht, dass ich nie nach Deutschland gekommen wäre, oder dass ich auf dem Weg hierher gestorben wäre, im Meer ertrunken oder so was.

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Die Sehnsucht nach der Heimat, wie er sie einst kannte. Der Versuch des Wiedererkennens von Dingen, die ihn hier…
Zeit für geflüchtete Menschen – ein Geben und Nehmen Im Café Leet Hub in St.Pauli arbeite ich ehrenamtlich drei Stunden…
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