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Die Seele der Landschaft: Maneis erlebt die Nordsee

Ein iranischer Künstler erschafft einen umfassenden Bilderzyklus zu einer typisch norddeutschen Landschaft: Nordsee-Impressionen. Das hat mich neugierig gemacht. Es ist zwar nicht so ungewöhnlich, dass sich ein Künstler vom Meer inspirieren lässt. Doch viele Maler der Küste fühlen sich auch biografisch mit dieser Landschaft verbunden. Bei Maneis Tehrani, genannt Maneis, ist das anders.

Aquarell der Nordseeküste vor wolkenverhangenem Himmel von Maneis

Geboren 1960 im Iran, musste er 2009 seine Heimat wegen regimekritischer Äußerungen verlassen. Im Iran war er damals bereits ein anerkannter Künstler und Illustrator. Die Kunstakademie Mojtamae Honar in Teheran hat er 1986 mit dem Diplom abgeschlossen. Zahlreiche Kinderbücher sind von ihm in den 1980er und 1990er Jahren illustriert und Werke aus seinem vielfältigen Schaffen mehrfach ausgestellt worden.

Nordseebilder von großer Intensität

In Würzburg gelandet, hat Maneis die ersten Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft verbracht, bis er 2014 als Asylbewerber anerkannt wurde. Schon in den ersten Jahren seines Aufenthalts ergaben sich auch hier Gelegenheiten zu Ausstellungen. 2014 wurde ihm der Kulturförderpreis der Stadt Würzburg verliehen. Arbeiten zu verschiedenen Themen – darunter Karikaturen und SufiArt –  und ab 2016 auch wieder Kinderbuchillustrationen für einen bekannten Verlag folgten.

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Susanne Brandt
Susanne ist im Bibliothekswesen tätig. Bei kohero schreibt sie eigene Texte, unterstützt als Schreibtandem und arbeitet im Lektorat. „Geschichten gehören zu meinem Leben: beim Entdecken und Zuhören, beim Lesen, Schreiben und Erzählen, auf Reisen, im Garten und am Meer, im Beruf, im Gespräch mit Menschen und auch hier bei kohero.“
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