Die Ampel-Koalition möchte die Chance zu bleiben für gut integrierte Menschen mit unsicherem Duldungsstatus verbessern. Doch für viele kommt die geplante Gesetzesänderung zu spät. Pro-Asyl fordert den sofortigen Abschiebesstopp von Menschen mit Bleibe-Perspektive.
Jan ist erst 19 Jahre alt, hat aber bereits in vier verschiedenen Ländern gelebt: in Syrien, der Türkei, Kroatien und Deutschland. Sein Leben ist geprägt von Umbrüchen, Neuanfängen, von unerfüllten Wünschen und der Hoffnung, dass es trotzdem weitergehen kann.
Seit 2007 ist unser Ratsuchender mit und ohne Aufforderung der Ausländerbehörde bemüht gewesen einen Pass oder Passersatzpapiere zu beschaffen. Er schildert eine komplizierte Sachlage, unsere Anwältin Angelika gibt Rechtsauskunft.
Heute leben viele Menschen im deutschen Staatsgebiet, die weder als Flüchtlinge anerkannt noch als Einwanderer angesehen werden. Sie sind da, werden aber nicht aufgenommen. Ein Kommentar über eine Kontinuität in der deutschen Einwanderungsgeschichte.
Uns erreichen immer wieder Fragen von Geflüchteten, die sich sehr bemühen, hier Fuß zu fassen und dann vor dem Rätsel der Gesetze stranden. Nur allzu verständlich! Heute geht es um die so genannte Ausbildungsduldung. Was ist das, und welche Vorraussetzungen sind nötig?
Ein junger Iraker ist 2015 nach Deutschland gekommen und erst hier erkennungsdienstlich erfasst. Sein erster Asylantrag und der Folgeantrag wurden abgelehnt. Nun hat er eine Duldung und einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen. Wie geht es weiter? Anwältin Angelika berät.