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Neues aus Afghanistan im Dezember

Unsere Autorin fasst die Nachrichten aus Afghanistan für den vergangenen Monat zusammen. Weitere Einschränkungen der Rechte für Frauen stehen im Fokus.

Fotograf: Mohammad Rahmani auf Unsplash

Journalismus

Journalisten in der Provinz Paktia kritisierten den mangelnden Zugang zu Informationen durch die Behörden und erklärten, dies habe sich negativ auf ihre Tätigkeit ausgewirkt. Die Beamten versorgen sie nicht rechtzeitig mit Informationen.

Frauen in Afghanistan

Die Einrichtung der Vereinten Nationen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau hat erklärt, dass Frauen am stärksten von der bevorstehenden Hungerkrise in Afghanistan betroffen sein werden. Seit der Machtübernahme durch die Taliban sind viele Einschränkungen der Grundrechte der Frauen, z.B. Leben und Mobilität, entstanden. Der Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen wird ihnen verwehrt.

Das Verbot weiblicher Mitarbeiterinnen von Nichtregierungsorganisationen in Afghanistan hat weltweites Aufsehen erregt. Die Taliban haben alle ausländischen und inländischen NGOs in Afghanistan angewiesen, keine Frauen mehr einzustellen, weil einige weibliche Angestellte den islamischen Hijab nicht tragen.

Der Zugang von Frauen zu Sim-Karten und Telekommunikationsdiensten wurde in der Provinz Ghazni verboten. Die Sitten- und Tugendwächter der Taliban in der Provinz Ghazni haben Telekommunikationsunternehmen angewiesen, keine Dienstleistungen für weibliche Kundinnen zu erbringen.

In Kabul hinderten die Taliban Schülerinnen und Lehrerinnen am Betreten von Schulen. Das Verbot der Ausbildung von Mädchen über der 6. Klasse bestand bereits. Jetzt verbieten die Taliban Mädchen den Zugang zu Universitäten und haben auch die Türen für Mädchen unter der 6 Klasse verschlossen.

Ein Mann wurde in der Provinz Ghor verhaftet, weil er kritische Inhalte auf Facebook gepostet hatte. Er hatte auf seiner Facebook-Seite die Taliban für ihre Entscheidung kritisiert, Frauen die Universitätsausbildung zu verbieten. Dafür wurde er von den Taliban verhaftet.

Selbstmordattentat

Dutzende von Zivilisten wurden bei einem Selbstmordattentat auf dem Militärflughafen von Kabul getötet und verletzt. Bisher hat sich keine Gruppe zu der Explosion bekannt.

Neues aus Afghanistan im November kannst du hier lesen.

Sahar Reza
Sahar kommt aus Afghanistan und hat ihre Kindheit in Pakistan verbracht. Ihr Studium der  hat sie in Indien und Hamburg (Master Politik- und europäischen Rechtswissenschaft) absolviert. Sie hat im Management und im Journalismus gearbeitet. Seit langem setzt sie sich für Menschenrechte (besonders Frauen-, Kinder- und Flüchtlingsrechte) ein. Für kohero (früher Flüchtling-Magazin) ist sie seit 2017 aktiv. „Ich arbeite für das kohero-Magazin, weil das Magazin mir eine Stimme gibt und ich habe die Möglichkeit, über verschiedene Themen zu schreiben und kann in meinem Arbeitsbereich Journalismus in Deutschland weiterarbeiten und aktiv sein.“

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Sahar Reza
Sahar kommt aus Afghanistan und hat ihre Kindheit in Pakistan verbracht. Ihr Studium der  hat sie in Indien und Hamburg (Master Politik- und europäischen Rechtswissenschaft) absolviert. Sie hat im Management und im Journalismus gearbeitet. Seit langem setzt sie sich für Menschenrechte (besonders Frauen-, Kinder- und Flüchtlingsrechte) ein. Für kohero (früher Flüchtling-Magazin) ist sie seit 2017 aktiv. „Ich arbeite für das kohero-Magazin, weil das Magazin mir eine Stimme gibt und ich habe die Möglichkeit, über verschiedene Themen zu schreiben und kann in meinem Arbeitsbereich Journalismus in Deutschland weiterarbeiten und aktiv sein.“

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