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Hoffnungslosigkeit kann ich mir nicht leisten

Häufig fallen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik Begriffe wie Motivations- und Hoffnungslosigkeit. Dieser Fakt ist verblüffend, weil viele der Geflüchteten stets angeben, mit aufstrebenden Zukunftsvorstellungen mit Blick auf Frieden, Religionsfreiheit, Freiheit und Demokratie nach Deutschland gekommen zu sein. Lest hier in unserer Rubrik Kommentar von unserem syrischen Autor.

Foto: Malik Earnest on Unsplash
Fotograf*in: Malik Earnest on Unsplash

Einerseits erlebe ich bei vielen Geflüchteten individuelle Leistungsbereitschaft und die Bemühungen, sich mit der neuen gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinanderzusetzen und zurechtzufinden. Andererseits weiß ich, dass äußere Umstände wie z.B. Bürokratie, hohe Hürden, geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sowie medial negative Begleitung der sogenannten Flüchtlingskrise diese Bemühungen durchkreuzen. Dies begünstigt das Aufkommen von Motivations- und Hoffnungslosigkeit ganz gewiss.

Hoffnungslosigkeit als Phänomen

Wenn ich meinen Bekanntenkreis betrachte, der überwiegend aus Menschen deutscher Herkunft besteht, so stelle ich fest; Hoffnungslosigkeit ist kein Spezifikum der Lebenssituation von Geflüchteten. Vielmehr stellt sie ein Phänomen dar, wovon offenbar viele Menschen hierzulande erfasst zu sein scheinen.

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Ich bin 29 Jahre alt, studierte Social Work in Syrien, lebe seit Ende 2015 im schönen Allgäu, absolviere aktuell Studium der Sozialpädagogik in Kempten und bin beruflich parallel zum Studium im Integrationsbereich teilzeitbeschäftigt.
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