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Erfahrungsbericht: Deutsche Behörden im Umgang mit meinem Mann

Judith ist seit 2019 mit einem nigerianischen Staatsbürger verheiratet, der aus Nigeria geflüchtet ist. Sie berichtet uns davon, welche Hürden sie und ihr Mann erwarteten, als sie nach Deutschland umziehen wollten und welche Fassungslosigkeit und welchen Frust sie bei dem Umgang der Behörden mit geflüchteten Menschen verspürt.

Fotograf*in: richard james on unsplash

Ich habe meinen Ehemann 2019 in Holland kennengelernt. Mein Mann ist ein ehemaliger Flüchtling aus Nigeria, der 2014 wegen Biafra und Verfolgung von Boko Haram aus Nigeria geflüchtet ist. Er kam auf die klassisch Art und Weise, im Schlauchboot über das Mittelmeer. Die italienische Seenotrettung hat ihn dann aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. Er lebte daraufhin 4 Jahre in einer Flüchtlingsunterbringung in Verona und stellte dort auch einen Asylantrag. Nachdem sich in seinem Asylverfahren 4 Jahre lang nichts getan hat, ist er dann auf eigene Faust weitergereist, nach Holland.

Gemeinsames Leben in Holland

In Holland haben wir uns dann kennen und lieben gelernt. Ich besaß zu diesem Zeitpunkt ein kleines Haus in Lemmer am IJsselmeer, dort haben wir dann auch zusammengewohnt. Ich wurde schwanger und er versprach mir, mich mit dem Kind nicht im Stich zu lassen, für uns zu sorgen und da zu sein. Deshalb haben wir dann geheiratet.

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