Suche

Ein Allerweltsgesicht erklärt sich

Menschen werden schnell in eine Schublade gesteckt – und oft in die falsche. Lina schreibt in dieser Ausgabe von „Salam und Privet“ über die Vorteile, die sie manchmal durchaus daraus zieht.

Fotograf*in: Ant Rozetsky auf Unsplash

Würde ich jedes Mal einen Euro bekommen, wenn ich von einer älteren türkischen Dame auf Türkisch gefragt werde, ob ich Türkin bin, dann wäre ich ohne Arbeit reich. Ich habe dunkelbraune Augen, schwarzes Haar und je nach Jahreszeit einen gebräunten Teint. Einige Menschen schlussfolgern aus diesen markanten Merkmalen, dass ich meine Wurzeln sicherlich im sogenannten Nahen Osten habe – am ehesten wohl in der Türkei.

Darüber hinaus habe ich aber auch schon die verschiedensten anderen Länder vorgeschlagen bekommen, beispielsweise Mexiko oder Frankreich. Nie hat jemand tatsächlich ohne meine Hilfe erraten, wo meine Wurzeln eigentlich liegen. Ich nehme es keinem übel, denn meine „Mischung“ ist durchaus speziell. Dennoch erachte ich es als höchst spannend, weshalb wir Menschen so voreilig allein anhand ihrer Optik in Schubladen stecken möchten.

Salam,

bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de

Dank unserer kohero kommunity bleiben alle Inhalte kostenlos zugänglich. Wenn du an unsere Mission glaubst und uns dabei unterstützen möchtest, die Perspektiven von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte zu veröffentlichen, schließe hier deine Membership für kohero ab! Bis zum 1.7.24 brauchen wir 1.000 koheroes, die uns finanziell unterstützen. Und das geht bereites ab 5 € im Monat!

Shukran und danke!
Dein kohero-Team
Schlagwörter:
Lina Salaie
Lina lebt seit ihrer Geburt zwischen zwei Welten. Zuhause schwebt sie zwischen Ostblock und Orient – draußen tanzt sie im deutschen Großstadtdschungel. Was anfangs wie eine Nachteil schien, ist heute ihre größte Stärke. In ihrer Kolumne „Salam und Privet: Das Leben zwischen zwei Welten“ lädt sie euch auf einen Çay ein, diese Welt zu erkunden.
Kategorie & Format
Lina Salaie
Lina lebt seit ihrer Geburt zwischen zwei Welten. Zuhause schwebt sie zwischen Ostblock und Orient – draußen tanzt sie im deutschen Großstadtdschungel. Was anfangs wie eine Nachteil schien, ist heute ihre größte Stärke. In ihrer Kolumne „Salam und Privet: Das Leben zwischen zwei Welten“ lädt sie euch auf einen Çay ein, diese Welt zu erkunden.
Bahar Bektas: über migrantische Geschichten im Film

Bahar Bektas ist Filmemacherin. Ihr erster Film dokumentiert die Haft und Abschiebung ihres Bruders in die Türkei. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrung als Filmemacherin mit Migrationsgeschichte.

roots & reels #13: Die Zweiflers

Im Newsletter „roots&reels“ schreibt Schayan über Neuigkeiten aus Film und Fernsehen. Dieses Mal geht es um die neue Serie „Die Zweiflers“

Der schwarze Achat

Manchmal fallen kleine Details als Erstes ins Auge. Hier ist es ein silberner Ring mit einem schwarzen Stein.

Kohero Magazin