Die Corona-Wirtschaft

Ahmad Shihabi arbeitete als Redakteur im Politik- und Kulturbereich bei dem palästinensischen Magazin "Al-Hourriah" und unterstützt heute das Journalistenbüro Herne in NRW als Redaktionsassistenz. Zur aktuellen Corona Krise macht er eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen in Deutschland und der Folgen die diese auf die Wirtschaft haben könnten.

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Fotograf: Freakwave – Pixabay.com).

Strenge Maßnahmen in China und Italien

Es scheint, dass China es geschafft hat einige Erfolge bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie zu erzielen. Das Land ist immer wieder mit neuen Infektionen mit dem Corona-Virus konfrontiert worden. Allerdings hat sich die Ausbreitungskurve nach Angaben der chinesischen Behörden stark verlangsamt. Dies ist zurückzuführen auf die strenge Strategie unter der sie fast zwei Monate lang Millionen Menschen unter Quarantäne stellten. Das ist auch die Strategie Italiens. Das Land hat sich schnell entschlossen, alles zu schließen und seine Bürger unter dem Motto „Zu Hause bleiben“ unter eine freiwillige Quarantäne gestellt.

Die Auswirkungen der Krise führten zur Absage der sportlichen und kulturellen Veranstaltungen sowie die Bildungsangebote, um die Kontakte unter den Menschen zu reduzieren. Man darf nicht ignorieren, dass diese Auswirkungen auf allen Ebenen für viele Länder zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen.

Deutschland hat Angst um wirtschaftliche Folgen

Die deutsche Bundesregierung ist der Ansicht, dass im Verlauf der Pandemie schrittweise Fortschritte erzielt werden sollten. Diese müssen mit dem Ausmaß und der Geschwindigkeit ihrer Ausbreitung und Begrenzung vereinbar sein. Das Ziel ist die Wirtschaftstätigkeit soweit wie möglich und so normal wie möglich aurecht zu erhalten.

Meiner Meinung nach hat Deutschland das klare Ziel, die Wirtschaft und die Unternehmen vor einer ernsthaften Krise zu schützen. Es fällt auf, dass Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen nicht zu einer sofortigen Schließung gezwungen wurden, um diese großen oder kleinen Unternehmen nicht in eine Finanzkrise zu bringen. Aus diesem Grund zieht es die Regierung es vor, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Restaurants beispielweise dürfen noch bis 15 Uhr geöffnet haben, anstatt sofort vollständig zu schließen. Außerdem hat die Bundesregierung ihren Notfallplan ins Leben gerufen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus anzugehen. Durch diesen Hilfsplan stehen Unternehmen aus der Reise- und Tourismusbranche oder Restaurants „unbegrenzte“ Kredite in Höhe von mindestens 550 Milliarden Euro zur Verfügung.

Rasante und weitreichende Auswirkungen der Krise

Es ist bekannt, dass ein Drittel der Gewinne der deutschen Automobilindustrie aus China stammen (Quelle, Welt.de vom 14.02.2018). Daher ist dieser Sektor seit dem Auftreten des Corona-Virus in eine Krise geraten. Diese hat sich inzwischen vom Automobilsektor auf den Bekleidungs- und Elektroniksektor und sogar in den Sportsbereich verlagert. Ein Bericht der Zeitung „Sport Bild“ zeigt, dass die Bundesliga etwa 750 Millionen Euro verlieren wird, falls die Wettbewerbe in dieser Saison dauerhaft gestoppt werden. Dies erklärt auch, wie und warum sich die Ankündigung der Aussetzung der Spiele in dieser Saison verzögerte.

China und Italien haben eine Situation erreicht, in der es nicht mehr möglich ist, sich mit einer abwartenden Politik zufrieden zu geben. Beide Länder müssen schnelle Entscheidungen treffen. Währenddessen werden die Entscheidungen der Länderregierungen in Deutschland immer noch von den Börsen- und Entwicklungsquoten dominiert, um eine Finanzkrise zu vermeiden. Allerdings ist es bisher schwierig, die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus auf die deutsche Wirtschaft klar zu erkennen und ob sie weltweit eine Wirtschaftskrise auslösen könnten. Mit der Beschleunigung der Ereignisse wird es nicht mehr lange dauern, bis es darauf eine Antwort gibt.

 

 

Ahmad Shihabi
Als Praktikant bei einem Verlag fing Ahmad mit seiner Arbeit im Journalismus an. Danach arbeitete er als Redakteur im Politik- und Kulturbereich bei dem palästinensischen Magazin „Al-Hourriah“. Seit Februar 2019 unterstützt er das Team des JournalistenBüro Herne als Redaktionsassistent.
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Als Praktikant bei einem Verlag fing Ahmad mit seiner Arbeit im Journalismus an. Danach arbeitete er als Redakteur im Politik- und Kulturbereich bei dem palästinensischen Magazin „Al-Hourriah“. Seit Februar 2019 unterstützt er das Team des JournalistenBüro Herne als Redaktionsassistent.

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