Der Axtbrei

Heute zeigen wir euch, wie man aus einer Axt Brei kochen kann. In den dunklen Wintermonaten hilft es gut gegen den Eisenmangel. Dieses Rezept kommt aus einem russischen Märchen, das von einem schlauen Soldaten und einem sehr geizigen Weib handelt. Der Soldat bat sie um Essen, die Alte aber war zu knauserig. Da zeigte ihr der Veteran, wie man aus einer einfachen Axt eine köstliche Mahlzeit zubereiten kann! Aber Achtung: Kochen auf eigene Gefahr!

Fotograf: Eugenia Loginova

Zutaten:

Axt (Ein Beil tut es auch)

Wasser

Salz

Graupen

Butter oder Schmalz

 

Zubereitung:

Die Alte brachte einen Topf. Der Soldat wusch die Axt schön sauber, legte sie in den Topf, goss Wasser hinein und stellte ihn aufs Feuer.
Mit weit offenen Augen sah ihm die Bäuerin zu. Der Soldat nahm seinen Löffel aus dem Ranzen, rührte im Topf um und kostete ab. „Nun, wie wird’s?“ fragte die Alte. „Bald ist’s fertig“, sagte der Soldat. „Nur schade, dass kein Salz dran ist.“
„Salz hab‘ ich hier, nimm.“ Der Soldat salzte und kostete wieder. „Ein bisschen Graupen müssten noch hinein“, sagte er. Die Alte brachte ein Säckchen Graupen aus der Kammer. „Nimm nur, soviel du brauchst.“
Der Soldat ließ Axt, Wasser und Graupen kochen und rührte von Zeit zu Zeit um. Dann schmeckte er wieder ab. Die Alte starrte ihn neugierig an.
„Gut ist der Brei“, lobte der Soldat. „Ein bisschen Fett noch und man könnte sich die Finger ablecken.“ Die Bäuerin hatte auch Fett im Spind.
Sie taten eine große Menge davon in den Topf. „Nun greif zu, Bäuerin.“ Der Soldat und die Bäuerin löffelten den Brei, und er mundete ihnen vortrefflich.

Hier findest du das Märchen zum Axtbrei.

Genia ist freie Künstlerin und für Bilder und Illustrationen bei kohero verantwortlich. „Ich liebe meine kulinarische Ecke und bin ständig auf der Suche nach verrücktesten Rezepten für Euch.“
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