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Barcamp in Bremen: Austausch und Dialog

Am vergangenen Samstag stand beim openTransfer Barcamp im MCentrum im Buntentorsteinweg 24 in Bremen alles im Zeichen von Patenschaften. Es trafen sich Patenschafts-, Mentoring- und Tandemprojekte aus ganz Deutschland.

Teilnehmer des Barcamps Foto: Sophie Martin
Fotograf: Sophie Martin. Teilnehmer des Barcamps

Die Stiftung Bürgermut

Organisiert wurde das Barcamp von der Stiftung Bürgermut. Diese Stiftung ist deutschlandweit eine der wenigen Organisationen, die sich auf das Thema Projekttransfer spezialisiert hat. Sie existiert seit 2007. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist es, bürgerliches und ehrenamtliches Engagement sichtbar und bekannt zu machen. Bei dem openTransfer Camp zum Thema Patenschaften wurde die Stiftung Bürgermut unter anderem durch das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Weitere Partner waren die Freiwilligen-Agentur Bremen, das Social Impact Lab Bremen, die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros, das Programm Lesementoring der Landeshauptstadt Hannover und der Mentor Ring Hamburg. Nach Schwerin, Leipzig und Berlin war das Barcamp in Bremen das Vierte zum Thema Patenschaften. Hier trafen Haupt- und Ehrenamtliche, Geschäftsführer und Praktikanten aufeinander.

In den Dialog treten

Ziele dieser Veranstaltung waren vor allem der Austausch, das Netzwerken sowie das Teilen von Wissen und Erfahrungen. Auch ging es darum, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Denn oft ist es so, dass Projekte im Bereich Patenschaften und Tandems vor vielen Herausforderungen stehen – meistens alleine. Es bleibt also die Frage, wie Ehrenamtliche überhaupt erreicht werden können. Welche Mentoren harmonieren mit welchen Mentees? Und was muss im Bereich Datenschutz beachtet werden? Diese Aspekte wurden lösungsorientiert aber auch kritisch auf dem Barcamp diskutiert. Es ging primär darum, verschiedene Projekte zusammenzubringen, den Dialog und Austausch zu fördern, Ideen zu teilen und gemeinsam Antworten zu finden.

Nach dem Motto „geplant ungeplant“

Das Programm gestalteten die Teilnehmern selbst: So ein Barcamp läuft immer nach dem Motto „geplant ungeplant“. Es gab also keine Referenten, die Vorträge halten, oder passive Zuhörer, die mitschreiben. Im Vordergrund stand vielmehr die Begegnung auf Augenhöhe. Deswegen ist es bei Barcamps auch üblich, dass sich die Teilnehmer untereinander duzen. Die unterschiedlichen Projekte wurden in verschiedenen Sessions vorgestellt. Im Anschluss an jede Session gab es eine Frage, die dann von den Teilnehmern gemeinsam diskutiert wurde.

Der Verein Welcomate e.V.

Eine der ersten Sessions war die des Tandemprojekts „Welcomate“ aus Bremen. Der Name leitet sich aus den englischen Begriffen Welcome und Mate ab und bedeutet soviel wie „Willkommenskumpel“. Hinter Welcomate e.V. steht ein buntes Team mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Seine Vision ist es, in einer Gesellschaft zu leben, die aufeinander zu geht. Das Prinzip ist einfach: Mann registriert sich kostenlos online, danach schlägt das Matching einen „Welcomate“ vor. Im nächsten Schritt lernt man sich erst einmal online ein wenig kennen, um sich dann an einem öffentlichen Ort bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu treffen. In der Session wurde unter anderem darüber gesprochen, wie dieses Projekt besser finanziert werden kann und wie mehr Locals generiert werden können.

Das Projekt Rock your Life Mentoring

Weiter ging es mit der Vorstellung des Mentoring-Projekts „Rock your Life“, einem Netzwerk aus ehrenamtlich engagierten Studenten. Diese setzen sich tatkräftig für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für junge Menschen ein. Mit dem Eins-zu-Eins-Mentoring-Programm werden Brücken zwischen den zu Studierenden und den zu betreuenden Schülern gebaut. Konkret heißt dies, dass die Studierenden ihr Wissen an – vor allem – Hauptschüler weitergeben. Gerade bildungsbenachteiligten Schülern wird so die Möglichkeit gegeben, ihre schulischen Leistungen Stück für Stück zu verbessern und zu vertiefen. Der Mentee wird also auf seinem Weg in den Beruf oder auf die weiterführende Schule begleitet. Damit das Projekt nachhaltig und wirksam ist, werden die Trainer selbst nach der Rock your Life – Methode ausgebildet. Diese Trainer qualifizieren dann im nächsten Schritt die ehrenamtlichen Studierenden zu Mentoren.

Fjaazit

Mentoring und Tandempartnerschaften spielen nicht nur in der Flüchtlingshilfe eine große Rolle. Dieses Barcamp hat gezeigt, wie wichtig der Austausch von verschiedenen Projekten untereinander ist. Es wurden neue Kontakte geknüpft und es gab viele Ideen für gemeinsame Projekte. Mit über 100 Teilnehmern war das openTransfer Camp Patenschaften ein voller Erfolg, sowohl die Organisatoren als auch die Mitwirkenden sind zufrieden. Das nächste openTransfer Camp zum Thema Demokratie findet am 28. September in Erfurt statt.

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