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Sorour Keramatboroujeni: Die Endstation

Die junge Autorin Sorour Keramatboroujeni ist eine gute Beobachterin. Seit sie als Jugendliche nach Deutschland gekommen ist, nimmt sie wahr, was um sie herum geschieht. Sie hat ein feines Gespür für Menschen, die als Geflüchtete unter Heimatlosigkeit leiden. die sich fremdbestimmt fühlen und in der deutschen Bürokratie gefangen sind. Ihr Weg, diese Eindrücke zu verarbeiten, ist das literarische Schreiben: präzise, ungeschönt, nah dran an dem, was sie über viele Jahre erlebt hat. Eine Geschichte ohne Happyend.

Foto Kenan Sulayman on Unsplash

Von Sorour Keramatboroujeni

Die Frau stieg an der Endhaltstelle aus dem Bus aus und versuchte, zwei Tüten in ihrer Tasche zu verstecken. Sie ging langsam durch den leichten Nebel auf die andere Seite der Straße. Mit jedem Schritt schlug ihr Herz schneller. Mit jedem Schritt näherte sie sich den riesigen Containern. Sie wartete am Eingang, über dem ein Schild stand: „Deutsches Rotes Kreuz“.

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Sorour-Keramat
Sorour war 16 als sie in Deutschland ankam. Die ersten zwei Jahre in Deutschland wohnte sie in mehreren Flüchtlingsunterkünften. Dort beobachtete sie das Unglück anderer Flüchtlinge, die aus verschiedenen Ecken dieser Welt in Deutschland Schutz suchten. Dass die anderen Menschen genau wie sie unter Heimatlosigkeit leiden und jeden Tag ein Stück von ihrer Identität verlieren, versetzte sie in tiefe Melancholie. Sie sah, wie schamlos Deutschland und andere europäischen Länder die Asylsuchenden abschieben und durch Europa treiben. Alle Herausforderungen, die die Geflüchteten in Deutschland und auf der Flucht haben, tragen dazu bei, dass sie heute Literatur als eine Form des Ausdrucks nutzt, um über das ganze Elend zu berichten.
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