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Der Friseur war auch ein Community- Ort

Jedes Mal, wenn ein Friseurbesuch ansteht, findet bei unserem Autor ein Dialog in ihm statt. "Ich gehe auch nicht oft zum Friseur", sagt er, "damit ich nicht so viel darüber nachdenken muss."

Photo by Allyson Carter on Unsplash
Fotograf*in: Allyson Carter on Unsplash

An einem Samstag beschloss ich, zum Friseur zu gehen, um meine Haare schneiden zu lassen. Aber ein Friseurbesuch ist keine einfache Entscheidung für mich, weil ich darüber nachdenken muss, zu welchem Friseur ich gehe.

Innerer Dialog

Gehe ich zur Steindamm am Hauptbahnhof, wo es viele syrische Friseure gibt? Nein, zum Steindamm gehe ich nur, wenn ich mir dort etwas zum Essen kaufen möchte und das mit dem Friseurbesuch verbinden kann. Oder gehe ich zur Grindelallee? Da gibt es einen jungen Friseur, der nicht teuer ist. Na ja, aber das ist ein bisschen weit weg von mir. Für mich soll der Friseur ein Nachbar sein. Dann gehe ich doch zur Schanze, da wo ich jedes Mal hingehe, aber jedes Mal besuche ich einen neuen Friseur.

Der Friseur in Syrien als Treffpunkt

Als ich dann endlich beim Friseur saß, überlegte ich, dass ich doch darüber einen Artikel  schreiben könnte, weil der Friseurbesuch für mich viel mehr ist als nur eine neue Frisur. Das Friseurgeschäft war für mich und meine Nachbarn auch immer ein Ort, um sich zu treffen. Wenn uns langweilig war, gingen wir dorthin und unterhielten uns miteinander.

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Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“
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