In ihrem Erfahrungsbericht hält Blanca Merz Rückschau auf ein engagiertes Lernprojekt in Hamburg: Unterricht für Flüchtlinge. Viele Ehrenamtliche haben damals mit angepackt, um Menschen in einer schwierigen Lebenssituation zu helfen.
Jeder, der nach Deutschland geflüchtet ist, muss sich in die Gesellschaft integrieren. Der wichtigste Schritt dafür ist, dass die Geflüchteten Deutsch lernen, um im Alltag besser zurechtzukommen und die Gesetze zu verstehen.
In zwei Teilen schreibt Tilla Lingenberg, die als Tandem-Schreibende seit März im Team des Flüchtling-Magazins mitarbeitet, ihre Geschichte, wie sie als Theaterautorin und Bildende Künstlerin in Kontakt mit minderjährig, unbegleitet geflohenen Jungen und Mädchen gekommenen ist.
Özge A. ist in der Türkei aufgewachsen und konnte im Erasmus ihre ersten Auslandserfahrungen sammeln, die sie verändert haben. War sie in ihrer Jugend von einem konservativen Umfeld geprägt, lebt sie heute liberal.
Wir freuen uns immer wieder über Tandem-Teams, um Beiträge zu veröffentlichen, die Geflüchteten eine Stimme gibt. Heute stellt uns Tilla Lingenberg die Sichtweise ihrer Tandem-Partnerin Jilan Alsaho vor, die sie zu unserem Monats-Thema „Träume” befragte.
Die Situation bezüglich der Frauenrechte unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen Afghanistans. Es muss eine vergleichende Perspektive eingenommen werden, um zu verstehen, ob Frauen die gleichen Rechte haben oder nicht.
Mein Name ist Jilan und ich komme aus Syrien. Zurzeit wohne ich in Hamburg. Ich bin 18 Jahre alt. Jetzt versuche ich, einen Aufsatz auf Deutsch zu schreiben: Erst vor vier Monaten habe ich begonnen, Deutsch zu lernen. Ich finde es interessant, dass man mehr als eine Sprache sprechen kann.
Seit zwei Jahren begleite ich Menschen dabei, mit der deutschen Sprache vertraut zu werden. Sprache lernen - das bedeutet mehr als die Beherrschung von Grammatik und Rechtschreibung. Sprache lernen - das heißt vor allem: Hoffnung auf Zukunft, Vertrauen wachsen lassen, einander etwas erzählen.
Ja, ich habe Angst vor der neuen und fremden Sprache.Ich bin ein normaler Mensch, ich bin vielleicht 30 oder 40 oder 50 Jahre alt, und ich musste in ein anderes Land gehen, weil man in meinem Land kein Mensch mehr sein kann.
Im Mai veranstaltete die Benita Quadflieg-Stiftung in Hamburg einen Segeltörn mit Deutschen und Flüchtlingen. Das Schiff startete in Hamburg und segelte dann eine Woche in der Ostsee. Die Crew bestand aus einem versierten Skipper und vier ehrenamtlichen Seglern, zumeist Sozialarbeitern.