Mein Name ist Jilan und ich komme aus Syrien. Zurzeit wohne ich in Hamburg. Ich bin 18 Jahre alt. Jetzt versuche ich, einen Aufsatz auf Deutsch zu schreiben: Erst vor vier Monaten habe ich begonnen, Deutsch zu lernen. Ich finde es interessant, dass man mehr als eine Sprache sprechen kann.
Seit 2015 gibt es das Projekt empower in Hamburg. empower begleitet Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und bietet in diesem Rahmen kostenlose Beratungen sowie Bildungsangebote an.
Diese Woche haben wir den 95. Geburtstag von meinem Vater gefeiert. Es gab ein großes Fest und neben der Familie kamen Nachbarn, Freunde und Bekannte. Seine Gäste waren überwiegend über 70 Jahre alt. Und wie immer, wenn viele Menschen zusammen treffen, kam das Thema Flüchtlinge zur Sprache.
Die digitale Informationsflut nimmt von Tag zu Tag zu. Umso schwieriger wird es, die Unmengen an Informationen zu filtern. Was ist wahr? Was dagegen ist gelogen und frei erfunden?
Seine Augen füllten sich mit Tränen, sein Gesicht war erfüllt von Schmerz und seine Stimme klang belegt, als der 25jährige Sipan anfing, über die Details seiner Flucht aus Syrien zu erzählen. Jeder Flüchtling hat eine eigene Geschichte und das Ausmaß des Schmerzes ist immer unterschiedlich.
Mit diesen Worten begrüßen sich die Christen in Syrien zu Weihnachten. Vor allem in Städten wie Homs oder auch im Viertel Bab Touma in Damaskus wird das heilige Fest ähnlich wie in Deutschland gefeiert.
An einem Tag habe ich mit einer deutschen Freundin vereinbart, dass wir uns zum Deutsch lernen treffen. Normalerweise verabreden wir uns in der Mensa der Universität Hamburg. An diesem Tag bin ich etwas früher gekommen.
Tomas Avenarius schrieb am Sonntag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, einen Kommentar zur Familiennachzug-Debatte in der Süddeutschen Zeitung. Er betitelte diesen “Kontra Familiennachzug: Der Integration hilft er kaum”. Hier ist meine Antwort an Herrn Avenarius.
Bevor das Leid unsere Familie zerstört hat, hatte ich ein schönes Leben. Als ich vor fünf Jahren in Aleppo geheiratet habe, zog ich mit meinem Mann in eine Wohnung ganz in der Nähe meiner Eltern. Ich besuchte meine Eltern fast jeden Tag.