Tomas Avenarius schrieb am Sonntag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, einen Kommentar zur Familiennachzug-Debatte in der Süddeutschen Zeitung. Er betitelte diesen “Kontra Familiennachzug: Der Integration hilft er kaum”. Hier ist meine Antwort an Herrn Avenarius.
Der Traum von Jamaika, also der Regierungszusammenarbeit von CDU/CSU, FDP und Grünen, mit Frau Merkel als Bundeskanzlerin ist geplatzt. Zu groß waren die Differenzen. Die SPD sträubt sich vor einer neuen großen Koalition.
Ich dachte immer, dass ein Teil der Deutschen vor Geflüchteten Angst hat, weil sie keinen Kontakt mit uns haben. Aber jetzt kann ich diese Menschen verstehen, wenn sie jeden Tag schlechte Nachrichten über Syrer oder andere Flüchtlinge hören.
Viele der in Deutschland angekommenen Geflüchteten haben noch Familie in den Ländern, aus denen sie geflüchtet sind: Kinder, Ehefrauen, Ehemänner, Eltern, Geschwister.
Familien gehören zusammen. Dies gilt besonders dann, wenn kleine Kinder mit im Spiel sind. Doch durch Krieg, Flucht und Vertreibung werden Familien oft auseinandergerissen und voneinander getrennt. Häufig sind die Familienangehörigen dann in unterschiedliche Länder verstreut.
„Jetzt kann ich Integration schaffen, denn nach 2 Jahren ist meine Familie endlich in Deutschland! Ohne meine Familie war ich nicht in der Lage, etwas zu tun. Ich habe immer nur an sie gedacht.“
Über meine Flucht möchte ich nicht sprechen. Nur, dass ich 2015, ein Jahr nach meinem jüngeren Bruder, aus Eritrea über Äthiopien in den Sudan geflüchtet bin und von dort aus weiter bis nach Deutschland.
Katarina Blume ist FDP-Politikerin und Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende FDP-Altona lebt seit 25 Jahren mit ihrer Familie in dem Hamburger Stadtteil. Sie hat dem Flüchtling-Magazin ein Interview gegeben.
Ich habe mich mit zwei netten Deutschen unterhalten. Einer ist Agenturchef und er hat gesagt, dass unter den Geflüchteten auch schlechte Menschen sind, nicht alle seien gut. Sie machen auch schlechte Sachen, wie beispielsweise was zu Silvester 2015/16 in Köln passiert ist.