In Deutschland kamen 2018 knapp 162.000 Geflüchtete an, rund 36.000 weniger als im Vorjahr und 560.000 weniger als 2016. Der deutsche Bundestag verabschiedete im Mai neue Asylgesetze, die bis zu 18 Monate Aufenthalt in Ankerzentren und Abschiebehaft in regulären Haftanstalten ermöglichen.
Entscheidungen von Behörden sind mitunter schwer nachvollziehbar. Manche Antworten wirken widersprüchlich und auf hoffnungsvollen Wegen tauchen immer wieder Hürden auf.
Seitdem die Flüchtlingszahlen nach 2015 und 2016 wieder deutlich gesunken sind, hört man nur wenig über die aktuelle Situation auf dem Mittelmeer. Doch das Sterben geht weiter:
Unseren Autoren Leonardo De Araújo beschäftigt die Frage: Wann sind Tabus das Ergebnis aus der Angst vor dem Unbekannten und wann können sie womöglich auch positive Unterschiede zwischen Kulturen hervorheben, die das Miteinander bereichern?
Flüchtling sein - das ist nur eine Station, die wenige Menschen (63 Million auf der Welt) erleben müssen. Es meint nicht eine besondere Gruppe, sondern eine besondere Situation.
Die Höhe der monatlichen Zahlungen an Asylbewerber, und auch die an Deutsche, hängen von vielen individuellen Faktoren ab. Das macht einen Vergleich sehr schwierig.
Zurzeit erhalten Geflüchtete Urteile von Verwaltungsgerichten in den Verfahren gegen die ablehnenden Bescheide in ihren Asylverfahren und wissen nicht so recht, was die juristischen Texte des Urteils für sie bedeuten.
Ich war auf einer Veranstaltung über Integration, als ein Teilnehmer sagte, dass alle Geflüchteten psychiatrische Patienten seien und eine Behandlung bräuchten.
Seine Augen füllten sich mit Tränen, sein Gesicht war erfüllt von Schmerz und seine Stimme klang belegt, als der 25jährige Sipan anfing, über die Details seiner Flucht aus Syrien zu erzählen. Jeder Flüchtling hat eine eigene Geschichte und das Ausmaß des Schmerzes ist immer unterschiedlich.