Nach "Die Wege in meiner neuen Stadt. Kleiner Reiseführer eines Geflüchteten. Teil I" und "Teil II" folgt nun der dritte Teil, in dem wir gedanklich mit durch das pulsierende Leben Rio de Janeiros streifen können:
„Mariam“ wusste nicht, dass es ihr Schicksal sein würde, unter die Trümmer des kleinen Hauses ihrer Träume zu geraten, das sie einst mit aufgebaut hatte.
Nach "Die Wege in meiner neuen Stadt. Kleiner Reiseführer eines Geflüchteten. Teil I" und "Teil II" folgt nun der dritte Teil, in dem wir gedanklich mit durch das pulsierende Leben Rio de Janeiros streifen können:
Ich bin ein Flüchtling aus Syrien. Vor eineinhalb Jahren bekam ich subsidiären Schutz. Seit zweieinhalb Jahren bin ich in Deutschland. Ich habe versucht, meinen Kindern ein neues und gutes Leben in Deutschland zu ermöglichen. Ich hoffte auf ein besseres Leben.
Alejandro Iara fährt mit der Hand an der Stirn, um die Schweißperlen wegzuwischen, die sich immer wieder in die Augen drängen. Es ist ein sehr heißer Tag, wie fast immer im Norden Südamerikas, in diesem Niemandsland zwischen Venezuela und Brasilien.
Es war ein sonniger Abend im Frühherbst 2017, als ich erstmals das Redaktionstreffen besuchte und zu einem Team-Mitglied des Flüchtling-Magazins wurde. Viele kleine Schritte führten zuvor dorthin:
Unser Autor Leonardo de Araujo hat bereits selbst viel erlebt. Als gebürtiger Brasilianer weiß er sehr genau, wovon er schreibt: Alltägliche Gewalt, Machtausübung, Rassismus – aber auch Hoffnung!
Fast hätte er aufgegeben. Mohanad Sinjab ist dreißig Jahre alt. 2015 kam er nach Deutschland. Eine beschwerliche Flucht. Er war einer von den vielen auf den Booten, die das Mittelmeer kreuzten. Der junge Mann mag die Planbarkeit, sein Ziel war immer ein abgesichertes Leben.
Das Tolle an Freundschaft ist, dass sie vermutlich jeder anders definieren würde. Für die einen bedeutet sie, sich von Kindesbeinen an zu kennen, sich jeden Tag zu sehen und regelmäßig die intimsten Geheimnisse miteinander auszutauschen.
Nur wenige Kilometer von Rocinha entfernt steht Adriana Ancelmo auf der großen Terrasse von ihrem Penthouse im feinen Viertel Leblon. Sie zieht tief an einer Zigarette.
Danubia schaut sich die Fotos von Leila an, ihrer Tochter, die im Jahr 2012 an Lungenentzündung starb. Die Kleine konnte nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Sie und ihre Mutter hatten was zu verbergen, eine Art Macke, der sie von anderen Patienten deutlich unterschied.