Ich heiße Maria Plion und bin 33 Jahre alt. Ich komme aus der Sowjetunion. In meiner Heimat Ossetien arbeitete ich als Menschenrechtlerin, Bloggerin und Journalistin bei einer kleine Zeitung, die „XXI Jahrhundert“ heisst.
Ich bin Flüchtling seit meiner Kindheit. Als ich drei Jahre alt war, floh meine Familie wegen des Krieges nach Pakistan, um unsere Leben zu retten. Meine Eltern ließen sich dort nieder und begannen unter schwierigen Verhältnissen zu arbeiten, damit sie uns ernähren konnten.
Von unserem ersten Treffen an, war sie der eifersüchtige Typ. Sie bat mich direkt darum, alle meine bisherigen Freunde zu vergessen. Sie machte mir immer wegen irgendetwas Vorwürfe. Sie war verrückt und sie ist es immer noch.
Die Bilder aus Ungarn haben mich im Sommer 2015 sehr erschüttert. Als mir klar wurde, dass sehr viele Menschen aus Syrien zu uns kommen werden, habe ich mich entschlossen zu helfen, so gut ich eben kann. .
Obwohl hier die Sonne relativ später als in meiner Heimat Syrien aufgeht, muss ich schon früh aufstehen. Ausschließlich in dieser Zeit kann meine Mutter meinen täglichen Anruf entgegennehmen.
Flüchtling, Flucht, geflohen. Geflohen vor Krieg, Folter und Verfolgung, vor Hunger und Armut. Geflohen aus Syrien, Afghanistan, Afrika, dem Irak, aus Bosnien und Albanien, aus Kriegsgebieten und sicheren Herkunftsländern.