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Auch Geflüchtete haben Mut und Hoffnung

Mein Name ist Hilke Lehmensiek. Ich bin 74 Jahre alt. Ich wohne seit 1970 in Altona, an der Grenze zu Sankt Pauli. Es gefällt mir hier deshalb so gut, weil die Bevölkerung immer noch sehr gemischt und in der Regel auch sehr offen ist. Ich war früher Lehrerin an einer Gesamtschule, jetzt bin ich pensioniert und habe deshalb sehr viel Zeit.

Ehrenamtliche Arbeit aus Mitleid? Nicht Hilke Lehmensiek

Da es mir überhaupt nicht liegt, einfach gar nichts zu tun, habe ich mich schon vor einiger Zeit nach einer Beschäftigung umgesehen, die mir sinnvoll erscheint und auch Spaß bringt. Das beides habe ich dann in der Arbeit und im Kontakt mit Migranten und Flüchtlingen gefunden. Ich habe kurze Zeit bei der Sprachbrücke mitgemacht. Jetzt unterrichte ich zweimal in der Woche Deutsch in einem Integrationskurs. Außerdem mache ich einmal in der Woche mit den zukünftigen Schülern einen Einstufungstest, in dem festgestellt wird, welcher Integrationskurs für sie am besten ist.

Dann arbeite ich noch ehrenamtlich seit ungefähr einem Jahr in einem Alpha Kurs mit. Außerdem gehe ich jeden Dienstag in das offene Café im leetHub. Ich werde oft gefragt, ob ich all dies – und ganz besonders meine ehrenamtliche Arbeit – aus Mitleid tue. Das ist ganz sicherlich nicht der Fall. Ich tue dies, weil es mich befriedigt, etwas Sinnvolles zu tun und weil ich schon immer neugierig auf Menschen aus anderen Ländern und Kulturen war.

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Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“
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