Das Tolle an Freundschaft ist, dass sie vermutlich jeder anders definieren würde. Für die einen bedeutet sie, sich von Kindesbeinen an zu kennen, sich jeden Tag zu sehen und regelmäßig die intimsten Geheimnisse miteinander auszutauschen.
Weil sie kein Kopftuch trug, musste Fatema Qasim vor zwanzig Jahren als junge Frau in Aleppo ihr Studium abbrechen. Die Frauen, die heute aus Syrien nach Deutschland kommen, werden immer wieder gefragt, ob sie ihr Kopftuch nicht lieber absetzen wollen.
Wenn wir über Gesellschaft sprechen, dann spielen dabei viele menschliche oder physikalische Grundlagen und Komponenten für unser Verständnis eine Rolle.
Nur wenige Kilometer von Rocinha entfernt steht Adriana Ancelmo auf der großen Terrasse von ihrem Penthouse im feinen Viertel Leblon. Sie zieht tief an einer Zigarette.
Danubia schaut sich die Fotos von Leila an, ihrer Tochter, die im Jahr 2012 an Lungenentzündung starb. Die Kleine konnte nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Sie und ihre Mutter hatten was zu verbergen, eine Art Macke, der sie von anderen Patienten deutlich unterschied.
Unser Autor Leonardo De Arùjo entführt uns gedanklich in ein Stück deutscher Vergangenheit: Viele Männer sind nach dem Krieg in Gefangenschaft und ihre Frauen bestreiten den Alltag mit ihren Kindern alleine. Manche als Trümmerfrauen, andere können alte Kontakte nutzen.
Als Carina den Wunsch äußerte, eine Patenschaft mit Geflüchteten zu übernehmen, ahnte sie noch nicht, was da alles auf sie zukommen würde. Die fremde Kultur ist das Eine.
Laut Wikipedia beruhe Freundschaft auf eine gegenseitige Zuneigung beruhendes Verhältnis. Sympathie und Vertrauen machten eine Freundschaft aus und hätten eine herausragende Bedeutung für Mensch und Gesellschaft.
Alaa und ich lernten uns im Oktober 2017 am Prager Hauptbahnhof kennen. Es war einer dieser Tage, an denen das Wetter mal wieder den Bahnverkehr lahmlegte. In Deutschland ging gar nichts mehr.
Eigentlich braucht Freundschaft Zeit, damit Vertrauen wachsen kann. Manchmal aber gibt es jene Facetten in unverhofften Begegnungen, für die ich keine bessere Umschreibung weiß als „freundschaftliches Vertrauen“: