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Mit Gästen gemeinsam was brutzeln oder Was ich beim Raclette gelernt habe

Vor zwei Wochen hat mich ein Freund zum Essen bei ihm eingeladen. Und wie so oft hier in Deutschland haben wir in der Küche gegessen. Das ist anders als bei uns, denn wir gehen mit unseren Gästen zum Essen in einen Gästeraum. Weil unsere Gäste nicht mitkochen dürfen. Sie sind für uns wie die Könige und wir bedienen sie. Hinzu kommt bei uns, dass Frauen sich nicht mit den Männern treffen sollen.

Fotograf: Eugenia Loginova

Nun saßen wir also in der Küche nebeneinander auf Stühlen, um Raclette zu essen.

Ich will wissen: Was bedeutet das Wort? Raclette klingt für mich eher wie ein Spiel – an ein Essen denke ich da erstmal nicht. Also frage ich meinen und deinen Lehrer „Google“. Und ich lerne:

Wortbedeutung/Definition:

1) schweizer Nationalgericht, bei dem man einen Raclette-Käse über offenem Feuer schmelzen lässt und die weich gewordene Käsemasse auf einem Teller über Pellkartoffeln oder Gewürzgurken abstreift und isst
2) eine Art Grillgerät für die Zubereitung von Raclette1)

Begriffsursprung:

aus dem Französischen: raclette (ursprüngliche Bedeutung: das Kratzeisen), von racler (deutsch: schaben, kratzen)

Interessant, was wir da erlebt haben:  ein Schweizer Essen mit syrischen Leuten und russischen Leuten und natürlich deutschen Leuten. So wie ich immer gesagt habe: Essen macht mutikulturell.

Noch eine Erfahrung:

Für unsere letzte Redaktionssitzung wurden wir spontan zum Raclette-Essen bei unseren lieben Kollegen Moritz und Thing eingeladen. Es war sehr gemütlich, beim Besprechen zuzusehen, wie der Käse langsam schmilzt und das Gemüse samt anderer Zutaten auf der heißen Platte brutzelte, um anschließend schnell verputzt zu werden. Auf diese kulinarische Weise steigerte sich die Produktivität unserer Sitzung nachweislich!

Heute präsentieren wir euch deshalb unser Raclette-Rezept für ein geselliges Beisammensein:

Hier ist eine kleine Auswahl an verschiedenen Zutaten, damit jeder etwas findet, das seinem Geschmack entspricht:

Käse, z.B. Raclettekäse, Gouda oder Tilsiter (zum Überbacken)

Fleisch, geschnetzelt

Fischstücke oder Crevetten

Tomatenscheiben

Paprikastreifen

Mais

Zucchini

Champignons

Pellkartoffeln

Zwiebelringe

Tofu

Brotscheiben, z.B. Baguette oder Ciabatta

Salz und Pfeffer

Und natürlich benötigt man dafür ein Raclette-Gerät. 😉

Das Gemüse wird einfach auf der Raclette-Platte gegrillt oder in den Pfännchen mit Käse
überbacken. Auch verschiedene Soßen und Dips, wie zum Beispiel Aioli, Zaziki, Pesto,
Chili-Öl oder Kräuterbutter sind willkommen.
Viel Spaß und guten Appetit

Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“
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Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“

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