Hamburg hat vor knapp eineinhalb Jahren als erstes Bundesland die Bezahlkarte für Geflüchtete eingeführt. Die Behörden versprechen sich mit der Guthabenkarte weniger Verwaltungsaufwand – und weniger Migration. Doch es häufen sich Beschwerden.
Eine Sicherheitsanalyse der Bezahlkarte zeigt: Die zugehörigen Apps senden sensible Daten an Facebook und Google – ohne Einwilligung der Nutzer*innen. Die IT-Sicherheitsforscher Tim Philipp Schäfers und Niklas Klee im Interview
Trotz massiver Kritik will Hamburg die Bezahlkarte auf Jugendliche im betreuten Wohnen ausweiten. Dies sei ein gefährlicher sozialpolitischer Testlauf, kommentiert kohero-Autor Noel Urcan.
Chipkarten, Gutscheine, Prepaid-Modelle: Schon in den 1990ern testeten Behörden Alternativen zur Barauszahlung von Leistungen an Geflüchtete. Die neue Bezahlkarte knüpft an alte Ideen an – und steht vor ähnlichen Problemen wie damals.
Abdelrahman Salem floh aus Ägypten nach Hamburg, um als schwuler Mann in Sicherheit zu leben. Schutzwohnungen für queere Geflüchtete sind rar, schwer zugänglich und nicht immer sicher. Wie gelingt der Schutz in einem System, das ihn oft nur verspricht?
Nicht alle Geflüchteten haben die gleichen Bedürfnisse: Manche Menschen benötigen aufgrund besonderer Lebensumstände zusätzlichen Schutz. Die EU-Aufnahmerichtlinie benennt klare Kriterien – doch in der Praxis gibt es Hürden.
Diskriminierung, Wohnungslosigkeit und fehlende Schutzräume – queere Geflüchtete stehen bei der Wohnungssuche vor besonderen Hürden. Kathrin Schultz von der Initiative QUEERHOME* über intersektionale Beratung, strukturelle Probleme und die Notwendigkeit queer-inklusiver Wohnkonzepte.
Mit der bald in Kraft tretenden Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) riskiert die EU den Schutz queerer Geflüchteter und verwehrt ihnen faktisch das Recht auf Asyl. Ein fataler Irrtum.
Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität kann in Deutschland ein anerkannter Asylgrund sein. Lilith Raza vom LSVD⁺ fordert mehr Schutz, Sichtbarkeit und Aufklärung – von Anfang an.
Angesichts des Erstarkens rechter Kräfte ist Community Care wichtiger denn je. Der Zusammenhalt innerhalb und zwischen marginalisierten Gruppen kann Schutz, Kraft und Empowerment bieten. Doch für echte Veränderung braucht es auch Selbstreflexion, gegenseitige Solidarität und strukturelle Unterstützu
Als der Krieg in der Ukraine begann, musste Ruslana ihre Heimat und ihren Beruf als Arzthelferin hinter sich lassen. Im Gespräch mit kohero Autorin Marejke Talea Tammen erzählt sie, wie sie in Deutschland vor großen Herausforderungen stand. Nach einem langen Prozess kann sie heute wieder in ihrem Tr
Geflüchtete und migrierte Frauen stehen mit der Geburt eines Kindes oft vor zweifachen Schwierigkeiten: Sie müssen Care-Arbeit und Organisation in einem System übernehmen, das sie nicht gut kennen, und stoßen auf Barrieren wie die deutsche Sprache. Die Berliner „Stadtteilmütter“ kennen diese Herausf