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Sprache und ich

Sprache – das ist mehr als ein paar Worte oder Sätze und die Grammatik, die die Sprache regelt. Sprache – das bedeutet unsere Gedanken, unser Gefühl, unser Selbst. Diese Erfahrung mach man besonders stark, wenn man eine neue Sprache lernt. Hussam Al Zaher teilt seine Erfahrungen aus dem Sprachexil und seine Gedanken zu den Fragen: Welche Sprache habe ich? Wie hat die neue Sprache mich verändert? Welche Bedeutung hat die Muttersprache?

Sprachweh nach Muttersprache
Fotograf*in: Hussam Al Zaher

Letzten Samstag habe ich einen Bekannten getroffen. Seit langer Zeit habe ich endlich mal wieder in meiner arabischen Muttersprache, nach der ich Sprachweh hatte, über interessante Themen diskutiert, die ich bis jetzt nur in der deutschen Sprache diskutiert habe.

Wenn ich mit meinen Bekannten auf Arabisch über Kolonialismus, Postkolonialismus, Feminismus, Integration, das Leben im Exil, über Heimweh spreche, denke ich die Worte zuerst auf Deutsch und übersetze sie dann ins Arabische. Das war für mich eine Überraschung, als ich das bemerkt habe.

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Hussam studierte in Damaskus Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Parallel dazu arbeitete er als schreibender Journalist. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er ist Gründer und Chefredakteur von kohero. „Das Magazin nicht nur mein Traum ist, sondern es macht mich aus. Wir sind eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.“
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