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Hamburg kann helfen – ein Überblick

Die Lage an der türkisch-griechischen Grenze entspannt sich nicht. Was zumindest die größte Not lindern könnte: Wenn Geflüchtete in anderen europäischen Ländern aufgenommen würden. Einige Kommunen in Deutschland sind dazu bereit. Wir sind der Meinung, auch Hamburg kann und sollte Geflüchtete aufnehmen - gerade Minderjährige, die besonders unter der Situation an der griechisch-türkischen Grenze leiden. Doch inwieweit ist es realistisch, dass Hamburg Geflüchtete aufnimmt? Und was kann jede*r einzelne tun, um zu helfen? Wir geben einen Überblick.

Foto: Josh Appel on Unsplash
Fotograf: Foto: Josh Appel on Unsplash

Von Lilly M. und Anna Heudorfer

Grundsätzlich wird über Flüchtlingspolitik auf Bundesebene entschieden. Doch ein vom Europa-Abgeordneten Erik Marquardt in Auftrag gegebenes Gutachten zeigt, dass die Aufnahme durch die Länder ohne Zustimmung des Bundes durchaus möglich ist, wie z.B. die Oberhessische Presse berichtet (06.03.2020): Gutachten: Länder können Flüchtlinge aufnehmen – ohne Okay vom Bund 
Das Original-Gutachten hat Erik Marquardt auf seiner Website zur Verfügung gestellt.

Die Stadt Hamburg hat angeboten, 3.000 minderjährige Geflüchtete aufzunehmen, wie die TAZ Hamburg berichtet (05.03.2020): Bereit für Geflüchtete

Außerdem bietet die ZEIT eine Zusammenfassung, was Deutschland seit 2015 in Sachen Integration “geschafft” hat (25.06.2020): Was schon geschafft ist – und was nicht

Angesichts der Corona-Epidemie verschärft sich die Lage für die Geflüchteten extrem. Wie MIGazin berichtet, könnte es für geflüchtete Kinder Hoffnung geben, dass einige EU-Länder sich zur Aufnahme bereit erklären (16.03.2020). Zahlreiche Flüchtlingsorganisationen warnen indessen vor der Gefahr, die Corona für die Menschen in Flüchtlingslagern mit sich bringt und fordern in einem Aufruf (18.03.2020) sofortige Maßnahmen.

Zurück nach Griechenland: Ihr fragt euch, wie ihr helfen könnt? Wir haben recherchiert, wer (noch) vor Ort aktiv ist.

An diese Organisationen könnt ihr spenden:

Hilfstransporte von Deutschland nach Griechenland, werden weiterhin von der Hamburger Organisation “Hamburger Hilfskonvoi” durchgeführt: www.hamburgerhilfskonvois.de Wer für den Hilfskonvoi spenden möchte (ob Geld oder Sachen oder Zeit): bitte wendet euch an Hanseatic Help e.V., die die Zusammenstellung und den Transport übernimmt: www.hanseatic-help.org/spenden

Die Refugee Law Clinic Berlin hat auch eine “Außenstelle” auf Samos eingerichtet, sucht fortlaufend Ehrenamtliche und Spenden: www.rlc-berlin.org/samos

Ärzte ohne Grenzen ist auch in Griechenland aktiv: www.aerzte-ohne-grenzen.de

Die U.K. NGO HelpRefugees kooperiert mit mehreren lokalen Einrichtungen und Organisationen: helprefugees.org/greece/

Die Schweizer NGO, die das Zentrum One Happy Family (wo auch die “School of Peace” zuhause war) betrieb, nimmt auch Spenden an. Das Community Centre wurde vor einigen Tagen Ziel eines Brandanschlags (mutmaßlich von Rechtsradikalen verübt):  ohf-lesvos.org/de/spenden

Das Greek Council for Refugees (Griechischer Flüchtlingsrat) arbeitet seit 1989 und setzt sich für die Unterstützung für Geflüchtete ein, bietet z.B. eine Sozial- und Rechtsberatung an. Zu der aktuellen Lage in Griechenland haben sie einen offenen Brief an die Regiereung von über 85 griechischen Organisationen veröffentlicht: www.gcr.gr

Auch der Druck der Öffentlichkeit kann helfen. Deshalb findet ihr unseren Hashtag #hamburgistbereit auf twitter. Nutzt ihn, um zu zeigen, dass wir Geflüchtete in unserer Stadt aufnehmen wollen!

Anna hat Medienwissenschaften studiert und promoviert in der Erwachsenenbildung. Bei kohero koordiniert sie die Online-Redaktion. In ihrem zweiten Job arbeitet sie für eine Hamburger Stiftung als Projektkoordinatorin eines Weiterbildungsprogramms. „kohero ermöglicht mir, online und offline gemeinsam mit tollen Menschen für gesellschaftlichen Zusammenhalts zu kämpfen. Jede*r hat eine Geschichte zu erzählen – dieses Motto des Magazins ist für mich die Grundlage dafür!“
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Bei dem Gedanken an Flüchtlinge denkt Lilo David an die traumatisierten Kinder, denen sie im Kindergarten ihres Enkels begegnet….

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Anna hat Medienwissenschaften studiert und promoviert in der Erwachsenenbildung. Bei kohero koordiniert sie die Online-Redaktion. In ihrem zweiten Job arbeitet sie für eine Hamburger Stiftung als Projektkoordinatorin eines Weiterbildungsprogramms. „kohero ermöglicht mir, online und offline gemeinsam mit tollen Menschen für gesellschaftlichen Zusammenhalts zu kämpfen. Jede*r hat eine Geschichte zu erzählen – dieses Motto des Magazins ist für mich die Grundlage dafür!“

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