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Vom Tee zur Toleranz: Über kulturelle Vielfalt

Wie wächst es sich mit mehreren Kulturen auf? Davon berichtet Lina in ihrer Kolumne „Salam und Privet“. Das Thema dieser Folge: Tee und Toleranz.

Fotograf*in: Egor Lyfar auf unsplash

Es war ein lauwarmer Sommerabend, als meine Eltern und ich an einem gedeckten Tisch voller kurdischer Gerichte saßen. In der Mitte befand sich ein Korb mit warmem, frisch gebackenem Fladenbrot, wie es sich traditionell gehört. Nur eine Sache fehlte noch: der Schwarztee, oder wie wir ihn nennen, Cay.

Die Kellner ließen zum Glück nicht lange auf sich warten und brachten uns rasch drei wunderschön verzierte Kristallgläser an den Tisch. Der Tee meines Vaters leuchtete in einem tiefdunklen Braun, wohingegen der Tee meiner Mutter blassorange schimmerte. Mein Tee war irgendwas in der Mitte, weder sonderlich hell noch dunkel. Eigentlich irrelevant, aber für mich eine meiner persönlichen Lieblingsanekdoten, weil die drei unterschiedlichen Cays für mich ein Sinnbild meiner Familie und kulturellen Identität sind.

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Lina Salaie
Lina lebt seit ihrer Geburt zwischen zwei Welten. Zuhause schwebt sie zwischen Ostblock und Orient – draußen tanzt sie im deutschen Großstadtdschungel. Was anfangs wie eine Nachteil schien, ist heute ihre größte Stärke. In ihrer Kolumne „Salam und Privet: Das Leben zwischen zwei Welten“ lädt sie euch auf einen Çay ein, diese Welt zu erkunden.
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